Berlin/Palma

Minister in der Transitzone zwischen Finca und Strand

Berlin/Palma.  Das Geschäft der Politik ist immer auch eines der Bilder, der Symbole. Und seitdem Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) im Sommer 2001 Fotos mit Freundin im Pool schießen ließ, wissen wir: Mallorca bringt Politikern keine guten Bilder. Der bestens in der Fachzeitschrift „Bunte“ inszenierte Urlaub fand damals kurz vor einem Bundeswehreinsatz auf dem Balkan statt.

Nun – inmitten der Fluchtdebatte – reist Innenminister Thomas de Mai­zière (CDU) in den Kurzurlaub. Nach Mallorca. Anders als Scharping sucht er dort Ruhe. Und nicht die Titelseitenfotos. Die „Bild“-Zeitung war trotzdem da (Ihre Reporter machen niemals Urlaub!). Jetzt ist die Aufregung groß: Alle ackern in der Krise, und ausgerechnet der zuständige Bundesinnenminister legt vier Tage die Füße hoch.

De Maizière ist nun zurück, hätte aber wissen müssen: Der Zeitpunkt für Erholung war schlecht. Andererseits: Die Debatte über die Flüchtlingspolitik wird nicht bis zu den Weihnachtsferien vorbei sein. Ein ausgeruhter Innenminister ist da nicht schlecht.

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