Berlin

Krankenkassen werden nächstes Jahr teurer

Berlin.  Auf die Arbeitnehmer kommen 2016 höhere Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) teilte mit, der durchschnittliche Zusatzbeitrag, den Arbeitnehmer alleine schultern müssen, werde voraussichtlich um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent steigen. Damit erhöht sich der durchschnittliche Gesamtbeitrag auf 15,7 Prozent. Der Gesundheitsminister folgte mit der Entscheidung einer Empfehlung eines Expertenkreises.

Konkret bedeutet die Anhebung für einen Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 2915 Euro im Monat: Der Beitragsanteil der Arbeitnehmer steigt um sechs auf 245 Euro. Bei einem monatlichen Einkommen auf Höhe der Beitragsbemessungsgrenze von 4237,50 Euro würde der Beitragsanteil der Arbeitnehmer um rund acht auf 356 Euro steigen.

Der Zusatzbeitrag wird von den einzelnen Krankenkassen selbst festgelegt. Je nach ihrer wirtschaftlichen Situation können sie von diesem Durchschnittswert abweichen. Die Kasse muss überlegen, was sie ihren Mitgliedern zumuten will.Den feststehenden allgemeinen Beitrag von 14,6 Prozent teilen sich die 50 Millionen Kassenmitglieder und ihre Arbeitgeber je zur Hälfte. Gröhe wies darauf hin, dass die 123 Krankenkassen insgesamt über Finanzreserven von 15 Milliarden Euro verfügten. Die verteilen sich jedoch sehr unterschiedlich auf die einzelnen Versicherungsträger.