Norwegen

Flüchtlingskrise brockt Oslo höheres Defizit ein

Der norwegische Staat rutscht wegen der Ausgaben für Flüchtlinge im kommenden Jahr stärker in die roten Zahlen als bislang geplant. Das Defizit steige um 1,2 Milliarden auf 195,2 Milliarden Kronen (knapp 21 Milliarden Euro), teilte die Regierung in Oslo am Freitag mit. Die Kosten für Asylbewerber sollen um 9,5 Milliarden Kronen zunehmen. 1,2 Milliarden Kronen sollen dafür aus dem staatlichen Ölfonds entnommen werden. Der Fonds, der größte dieser Art in der Welt, dient eigentlich dazu, die Sozialversicherung zu stabilisieren und für die Zeit nach dem erwarteten Ende des Ölbooms vorzusorgen. Auch will die Regierung auf kleinere Steuersenkungen verzichten sowie Geld aus einzelnen Ressorts umschichten.