Washington

USA schicken Bodentruppen nach Syrien

Washington.  Die USA ändern ihren bisherigen Kurs im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Eine kleine Zahl bewaffneter Spezialeinheiten werde in den kommenden Tagen in den Norden Syriens verlegt, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter am Freitag. Dabei gehe es um weniger als 50 Soldaten. Sie sollten Angriffe syrischer und kurdischer Kämpfer gegen den IS koordinieren. Präsident Barack Obama ordnete eine Verlegung einer nicht genannten Zahl von Kampfflugzeugen des Typs A-10 und F-15 an den türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik an. In Abstimmung mit dem Irak solle ein Einsatzkommando gebildet werden, um Angriffe auf Anführer des IS und ihr Netzwerk zu koordinieren.

Die Syrien-Konferenz in Wien einigte sich am Freitag auf Eckpunkte für eine friedliche Beilegung des Konfliktes in dem Bürgerkriegsland. Demnach soll Syrien als Staat und säkular geprägtes Land erhalten bleiben. Es wird ein landesweiter Waffenstillstand angestrebt. Die Konferenz-Teilnehmer aus 17 Staaten - darunter die Außenminister aus Amerika, Russland, Deutschland, dem Iran und Saudi-Arabien - forderten die UN auf, einen politischen Prozess für eine Übergangsregierung zu starten. In zwei Wochen wollen sich die Minister wieder treffen.