Politik

„Die Wahl in Polen verheißt nichts Gutes“

| Lesedauer: 3 Minuten

Zum Artikel: „Neuer Krawallstaat
im Osten“ vom 27. Oktober

Ich teile Ihre Skepsis bezüglich der zukünftigen Entwicklung in Polen. Kein polnischer Politiker hatte seit dem Ende des Kommunismus eine derart große Macht wie jetzt Jarosław Kaczyński: die absolute Mehrheit im Parlament, zusammen mit anderen nationalistischen und teils offen fremdenfeindlichen Parteien möglicherweise eine Zweidrittelmehrheit. Warum sollte er die nicht nutzen? Selbst wenn man nicht jedes Wort aus dem Wahlkampf auf die Goldwaage legen sollte (dass etwa in Schweden bereits die Scharia gelte) – er bewundert Viktor Orbán und hat ein „Budapest in Warschau“ angekündigt. Be- denkt man, dass Polen die sechstgrößte Volkswirtschaft in der EU und das mit Abstand bedeutendste Land Osteuropas ist, verheißt das nichts Gutes.

Wolf-Rüdiger Heilmann, Schöneberg

Halloween hat mit unseren Traditionen nichts zu tun

Zum Artikel: „Der Schrecken zu
Halloween“ vom 25. Oktober

Seit Jahren verfolge ich mit zunehmendem Unmut diesen unsinnigen Brauch, der mitunter in grobe Belästigung ausufert. Dieser Halloween-Schrecken hat mit unserer christlichen Kultur nichts zu tun, die wir mehr pflegen sollten. Bedenklich, dass Kinder dazu angeheizt werden, wenn die Eltern mit Taschen auf die Ergebnisse dieser „Raubzüge“ warten. Ich lösche an diesem Abend das Licht oder verlasse die Wohnung, um nicht durch aggressives Poltern an der Tür belästigt zu werden. Gerne folge ich unseren Traditionen, Nachbarskindern zu Nikolaus eine kleine Aufmerksamkeit vor die Tür zu stellen oder am Dreikönigstag etwas für die Sternsinger bereitzuhalten. Leider sind den meisten Eltern diese Daten nicht mehr geläufig.

Ilse Zippel, per E-Mail

Lieber warten, und dafür gesund ankommen

Zum Artikel: „LKW-Fahrer tötet
Radfahrerin beim Rechtsabbiegen“

Als Radfahrer sollte man sich nicht darauf verlassen, dass der Autofahrer an der Kreuzung den vollen Überblick hat. In solch einem Fall würde ich nie auf meinem Vorfahrtsrecht bestehen, als Radfahrer ziehe ich sonst immer den Kürzeren. Also lieber warten, dafür gesund ankommen.

Bettina Schröder, per E-Mail

Erhaltenswerte Plattenbauten mit Stil und historischem Flair

Zum Artikel: „Plattenbauten werden von Architekten überprüft“ vom 27. Oktober

Ich erinnere mich an den Bau dieser Häuser, die nun eventuell als erhaltenswert eingestuft werden. Es wurde damals aufmerksam verfolgt, was die DDR an ihre Berliner Westgrenze setzte. Sie hatte wohl mit wachsender internationaler Anerkennung Zutrauen gewonnen und fühlte sich aufgefordert, am Potsdamer Platz ein neues Bild von sich zu bieten. Man setzte auf „großen Stil“. In- dividualisiert wurden die Plattenbauten dadurch, dass man auf die beiden bedeutenden Palais mit Ehrenhof, die dort standen, das Reichskanzlerpalais (Schulenburg) und das Reichspräsidentenpalais (Schwerin) „reagierte“. Wenn ich mir anschaue, dass an die Stelle der Abrissbauten auf der gegenüberliegenden Straßenseite gestylte Neubauten hinsollen, kann ich nur sagen: Diese DDR-Bauten besitzen etwas Authentisches, enthalten dieses „historische Moment“ und sind daher erhaltenswert.

Jürgen Spiegel, Neukölln

Ein Farbiger sollte den nächsten James Bond verkörpern

Zum Artikel: „Bond mit Ladehemmung“ vom 27. Oktober

Das nächste Mal könnte ein farbiger Brite die Rolle des Topagenten Ihrer Majestät übernehmen. Es darf in dieser Hinsicht keine Denkverbote geben. Unter Pierce Brosnan gab es auch die Veränderung, dass eine Frau MI6 leitet. Nun wird’s Zeit, dass ein Farbiger, egal ob Afrikaner, Asiate, Inder oder Araber, die Bond-Rolle übernimmt.

Pongtorn DA Noi Nakornsri, via Facebook

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