Sanaa

Ärzte ohne Grenzen bleiben trotz Angriff auf Klinik im Jemen

Sanaa. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen will auch nach der Bombardierung eines Krankenhauses im Jemen weiter in dem arabischen Bürgerkriegsland arbeiten. Wegen verschärfter Sicherheitsvorkehrungen müssten die Hilfsmöglichkeiten jedoch enorm eingeschränkt werden, sagte der Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, Florian Westphal. Er forderte eine Aufklärung der Hintergründe des Angriffs. Die Klinik in der umkämpften Provinz Saada wurde durch mehrere Luftschläge der von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz am Dienstagabend zerstört. Ein Mitarbeiter wurde dabei verletzt. Die Patienten hatten das Gebäude rechtzeitig verlassen können. Erst Anfang Oktober war eine Klinik von Ärzte ohne Grenzen von der US-Luftwaffe in Afghanistan getroffen worden. Bei dem Angriff im umkämpften nordafghanischen Kundus waren 30 Menschen getötet worden, darunter 13 Mitarbeiter der Hilfsorganisation.