Alfa

Lucke-Partei spricht über Aufnahmesperre für AfD-Mitglieder

Wer in der AfD ist, ist für die neue Partei von Ex-AfD-Chef Lucke „politisch belastet“. Alfa denkt über einen Aufnahme-Stopp nach.

Vor wenigen Monaten war Bernd Lucke noch Vorsitzender der AfD. Wer heute noch zur der Partei gehört, ist den Mitgliedern seiner neuen Partei Alfa offenbar zu weit rechts.

Vor wenigen Monaten war Bernd Lucke noch Vorsitzender der AfD. Wer heute noch zur der Partei gehört, ist den Mitgliedern seiner neuen Partei Alfa offenbar zu weit rechts.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Berlin.  Die neue Partei von AfD-Gründer Bernd Lucke überlegt, eine Aufnahmesperre für Mitglieder der Alternative für Deutschland zu verhängen. Wer trotz des Rechtsrucks in der AfD und trotz der jüngsten Äußerungen des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke bis heute in der AfD geblieben sei, müsse als „politisch belastet“ eingestuft werden, sagte Christian Schmidt, der Sprecher der „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (Alfa), am Mittwoch in Berlin.

Bernd Lucke hatte die AfD im vergangenen Juli verlassen, nachdem seine Rivalin Frauke Petry mit Stimmen aus dem rechten Parteiflügel zur Vorsitzenden gewählt worden war. Kurz darauf gründete der Volkswirtschaftsprofessor mit einigen Mitstreitern Alfa. Von den rund 2500 Mitgliedern, die sich der neuen Partei in den ersten 100 Tagen ihres Bestehens angeschlossen haben, waren etwa 30 Prozent zuvor Mitglieder der AfD.

Alfa hatte als Reaktion auf die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kürzlich eine Kampagne mit dem Titel „Merkel stoppen"!“ gestartet.


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