Politik

„Lese- und Schreibschwäche besteht bis Schulabschluss“

| Lesedauer: 3 Minuten

Zum Artikel: „Berlins Drittklässler
können nicht richtig lesen und
schreiben“ vom 12. Oktober

Leider ist die Schreib- und Leseschwäche in sozial schwachen Vierteln mit hohem Migrantenanteil nicht nur ein Problem im dritten Schuljahr, sondern zieht sich bis zum Schulabschluss. Die Schreibaufgabe zum Mittleren Schulabschluss konnte im letzten Jahr von kaum einem Sekundarschüler aus dem Wedding ausreichend bewältigt werden. De facto können somit viele nach dem zehnten Schuljahr nicht richtig schreiben. Die haarsträubenden Bildungsergebnisse liegen nicht alleine an der untauglichen Methode „Lesen durch Schreiben“, sondern an der Bildungsferne vieler Familien und an zu schlecht ausgestatteten Schulen in diesen Gebieten.

Herbert Weber, Friedrichshain

Der eigentliche Stratege ist nicht Löw, sondern war Flick

Zum Artikel: „Das große Unbehagen“ vom 13. Oktober

Der eigentliche Stratege und Taktiker im Trainerteam der deutschen Nationalmannschaft war Hansi Flick. Der Anteil von Jogi Löw wurde schon immer überschätzt, er war überwiegend der Repräsentant. Hansi Flick wusste genau, warum er sich verabschiedet hat. Und seitdem spielt die Nationalmannschaft nur noch mittelmäßig bis schlecht.

Marianne Mewes, per Mail

Auch mit Regierungen ohne Freundschaftsstatus verhandeln

Zum Artikel: „Wir brauchen Russland, um Frieden zu schaffen“, 28. September

Der Syrienkonflikt als hauptsächliche Fluchtursache kann allein diplomatisch in einem allseits gesichtswahrenden Kompromiss gelöst werden. Als konstruktiver Kooperationspartner sollte Russland auf Augenhöhe mit den USA und der EU den Iran, den Irak, die Türkei, Saudi-Arabien und weitere regionale Akteure in die Friedensdiplomatie integriern. Diplomaten müssen auch mit amtierenden Regierungen und regional einflussreichen Akteuren ohne Freundschaftsstatus verhandeln. Der unabdingbare Friedensprozess sollte kurzfristig eine multiethnische Regierungsbildung in Syrien unterstützen und Syriens Zivilbevölkerung von der Geißel des Krieges befreien. Mit einer konzertierten Strategie muss die internationale Allianz mittelfristig die Terrororganisation IS durch konzentrierte militärische Operationen besiegen, um langfristig die Sicherheitsarchitektur im Nahen und Mittleren Osten zu stabilisieren. In den regionalen Flüchtlingscamps ist unverzüglich eine menschenwürdige Versorgung sicherzustellen. Den syrischen Bürgerkrieg zu beenden, liegt im moralischen und vitalen Interesse Deutschlands und einer weitsichtigen gesamteuropäischen Außenpolitik.

Holger Pillau, Reinickendorf

Hervorragende Arbeit wird sehr schlecht bezahlt

Zum Artikel: „An der Ganztagsschule ist schon mittags Schluss“ vom 14. Oktober

Erzieher an Ganztagsschulen werden für ihre hervorragende Tätigkeit sehr schlecht bezahlt. Hochwertige Arbeit an Brennpunktschulen zu leisten, ist ein Kraftakt, der oft über das normal Maß hinausgeht. Da sollte sich die Bildungssenatorin mal Gedanken machen, wie man die Arbeit attraktiver gestalten kann. Aber dafür ist wie immer leider kein Geld da. Mich wundert es nicht, dass dort so viele Erzieher krank sind.

Carmen Schmitt, via Facebook

Ohne Auto erhöht sich die Lebensqualität

Zum Artikel: „Verkehrsstudie: Jeder zweite Berliner Haushalt ohne Auto“ vom 14. Oktober

Eine fortschrittliche Denkweise und ein gutes Nahverkehrsnetz sorgen halt dafür, dass man sich dem „Menschenrecht auf Umweltverschmutzung“, das es vielen Autofahrern zufolge offenbar gibt, widersetzen kann. Seit ich kein Auto mehr habe, hat sich meine Lebensqualität spürbar erhöht.

Dirk Bellmann, via Facebook

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