Jerusalem

Wieder Anschläge im Zentrum von Jerusalem ­

Jerusalem.  Die Welle palästinensischer Angriffe in Israel reißt nicht ab: Bei einer Messerattacke in Jerusalem verletzte gestern ein Palästinenser eine 70-jährige Frau schwer. Die Polizei erschoss den Attentäter. Wenige Stunden zuvor war in der Jerusalemer Altstadt ein palästinensischer Angreifer von Sicherheitskräften tödlich verletzt worden, nachdem er versucht hatte, an dem auch von vielen Touristen besuchten Damaskus-Tor Passanten zu attackieren.

Seit Monatsbeginn erschüttert eine Serie von palästinensischen Schuss- und Messerangriffen Israel. Dabei wurden sieben Israelis getötet. Insgesamt 30 Palästinenser kamen ums Leben, knapp die Hälfte davon Attentäter, die im Zuge ihrer Anschläge erschossen wurden.

Als Reaktion auf die Gewaltserie hatte das israelische Sicherheitskabinett ein Paket von Straf- und Abschreckungsmaßnahmen beschlossen: Die Polizei errichtete Sperren vor arabischen Vierteln im Ostteil Jerusalems, die Armee schickte zur Verstärkung Hunderte Soldaten in israelische Großstädte. Zu den Maßnahmen gehört auch, dass ein nach einem Anschlag zerstörtes Haus eines Terroristen nicht wieder aufgebaut werden darf. Auch das Eigentum von Attentätern kann beschlagnahmt werden.

Palästinensern mit Aufenthaltsrecht für Jerusalem soll dieses entzogen werden, wenn sie Anschläge verüben. Damit wären sie aus Israel und Jerusalem verbannt.