Stade

CDU-Basis feiert Merkel – auch für ihre Asylpolitik

„Wir schaffen das“ – diesen oft gesagten Satz wiederholt die Kanzlerin immer wieder

„Wir schaffen das“ – diesen oft gesagten Satz wiederholt die Kanzlerin immer wieder

Foto: dpa

Für ihre Flüchtlingspolitik bekommt die Kanzlerin viel Gegenwind. Auf einer CDU-Konferenz in Niedersachsen ist davon nichts zu spüren.

Stade. Als Angela Merkel den Saal betritt, stehen die Leute auf, klatschen laut und lange. Buhrufe sind nicht zu hören. Bei der Zukunftskonferenz der CDU im niedersächsischen Stade am Montagabend geht es natürlich kaum um die „Zukunft der Arbeit“ oder „nachhaltiges Leben“. Die CDU-Mitglieder konzentrieren sich auf die Flüchtlingskrise. Es sei doch keine Leistung der CDU, dass jetzt mit Änderungen des Asylrechts reagiert werde, beschwert sich eine ältere Frau in der ersten Fragerunde bei der Bundeskanzlerin und CDU-Chefin. „Sie machen das jetzt nur, weil ihnen sonst die Bevölkerung wegläuft.“ Doch solche Kritik ist selten. So etwas wie eine Anti-Merkel-Stimmung an der CDU-Basis ist im Veranstaltungszentrum Stadeum nicht zu spüren.

„Wir schaffen das“ – diesen oft gesagten Satz wiederholt die Kanzlerin auch hier. Sie erinnert an das „C“ im Parteinamen. Die Würde des Menschen ist unantastbar – dieses Grundrecht könne nicht an den Landesgrenzen enden. „Die Menschen kommen hierher, weil sie vor Terror und Krieg flüchten, und bei uns werden sie menschenwürdig behandelt“, sagt Merkel. Allerdings brauche man angesichts der großen Zahl an Zuwanderern auch „einige harte Maßnahmen“. Wer aus wirtschaftlichen Gründen komme, müsse wieder nach Hause geschickt werden. Immer wieder gibt es viel Zustimmung für Merkel. Manche CDU-Mitglieder gehen ans Mikrofon, um sich einfach nur bei der Kanzlerin zu bedanken.

( at )

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