Politik

„Umwelthilfe ist ein bisschen zu spät aktiv geworden“

| Lesedauer: 3 Minuten
Katrin Lange

Zum Artikel: „Verband will amtlichen Rückruf von Autos erzwingen“
vom 8. Oktober

Ab 2016 will der Wolfsburger Autobauer Volkswagen ein Jahr lang seine Rückrufaktion hinsichtlich seiner manipulierten Dieselmotoren durchführen. Keiner weiß, ob der Verbrauch, die Geschwindigkeit und die bemängelten Stickoxide danach eingehalten werden. Wäre es da nicht ein Kostenvorteil für VW, die manipulierten Diesel-Automobile des Konzerns in einen Neuwagen zu tauschen, um den weltweiten Volkswagen-Kunden zu garantieren, dass sie tatsächlich einen sauberen Diesel fortan fahren?

Albert Alten, per Mail

Da das Bundesverkehrsministerium abstreitet, von den jetzigen Machenschaften rechtzeitig gewusst zu haben, obwohl verschiedenen Medien entsprechende Papiere vorliegen, sollte man ja wohl hier auch Konsequenzen erwarten können, oder? Seit etlichen Jahren werden Autokäufer belogen und betrogen, und zwar bei allen Antriebsarten. Der Imageschaden wird bejammert, aber der ständig vorgetäuschte niedrigere Benzinverbrauch soll vom „Partner Kunde“ nur unter Ulk verbucht werden können? Hat denn in der Politik niemand Angst um das Vertrauen der Wähler?

T.Herrmann, per E-Mail

Die Deutsche Umwelthilfe möchte mit der Androhung einer Klage natürlich auch ihre Existenz nachweisen. Vielleicht hätte sie besser schon früher dem VW-Konzern auf die Finger schauen sollen. Bisschen zu spät aktiv geworden. Jetzt den amtlichen Rückruf aller manipulierten Fahrzeuge zu erzwingen, ist sicher auch ein Kraftakt und wird viele Juristen beschäftigen. Aber die Klagen gegen das Kraftfahrzeugbundesamt sind ja, wie Sie schreiben, offenbar schon vorbereitet.

Bruno Salewsky, Spandau

Müssen wir Stromkundenden Kaufpreis bezahlen?

Zum Artikel: „Die Bewag soll wieder auferstehen“ vom 6. Oktober

An sich ist das eine gute Idee, wenn ich nur nicht die Befürchtung hätte, dass wir als Stromkunden den Kaufpreis über unsere Gebühren bezahlen müssen. Denn wo soll dieses Geld sonst herkommen? Hinzu kommt, dass die Verträge mit Vattenfall vermutlich eine Katastrophe sind, da von der öffentlichen Hand geschlossen und dass der Konzern vermutlich Anrecht auf eine millionenschwere Entschädigung hat. Ich kann mich also erst freuen, wenn weitere Details dieses Handels bekannt werden.

Regina Kröning, Spandau

Wer jung ist, sollte auchmit Familie mobil sein

Zum Artikel: „Alle Ministerien sollen nach Berlin ziehen“ vom 7. Oktober

Soll dieser Streit ewig dauern? Die meisten Beamten sind schon längst nicht mehr im aktiven Dienst und wohnen in ihrem Heimatort Bonn. Wer noch jung ist, sollte eigentlich mobil sein, auch mit Familie! Berlin hat ja auch einiges zu bieten und sollte daher sozial gesehen kein Problem sein. Der Bund sollte aber auch für Stabilität und Vertragstreue sorgen, denn eine ständige Umzugsdebatte schafft nur Verunsicherung und dient letzten Endes keinem. Man muss berücksichtigen, dass in den jüngeren Familien beide Elternteile arbeiten und von daher Lösungen gefunden werden müssen.

Christian Lukner, per E-Mail


Wohnungssuchende nehmen sich keinen Makler

Zum Artikel: „Makler fürchten durch neues Gesetz um ihre Existenz“ vom 8. Oktober

Makler sind meiner Ansicht nach überflüssig wie ein Kropf. Den Vermietern war es bisher egal, zahlte doch der neue Mieter die Zeche. Jetzt bedient sich kein Vermieter mehr eines Maklers. Ein Wohnungssuchender auch nicht.

Rayk Menschel per Mail

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