Berlin

Mehrere Brände in Unterkünften für Asylbewerber

Berlin.  Am Wochenende haben in Nordrhein-Westfalen und Thüringen wieder Flüchtlingsunterkünfte gebrannt. In mehreren Fällen ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung.

In Hagen war der Dachstuhl eines Wohnhauses betroffen, in dem sieben syrische Flüchtlinge untergebracht waren, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Ermittler schlossen einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. In Kleve wurden bei einem Brand in einem Flüchtlingsheim drei Menschen leicht verletzt, als sie sich mit einem Sprung aus einem Fenster in Sicherheit bringen wollten. Die Ursache sei in diesem Fall vermutlich fahrlässiger Umgang mit Feuer, für einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es keine Anzeichen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Anders in Xanten: Dort fanden die Ermittler nach dem Brand einer ehemaligen Förderschule, die gerade zu einem Flüchtlingsheim umgebaut wird, Reste eines Molotowcocktails.

Auch in Thüringen ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung mit fremdenfeindlichem Hintergrund. Dort gab es Feuer in zwei Asylunterkünften. Menschen wurden dabei nicht verletzt. In Friemar bei Gotha gingen am frühen Sonntagmorgen vier Dixi-Toiletten in Flammen auf, die an einer Turnhalle aufgestellt waren, so die Polizei. Das Feuer griff auf die Fassade der Turnhalle über. In der Halle waren zehn Asylbewerber untergebracht. Sie wurden in eine andere Unterkunft verlegt.

Bereits am frühen Sonnabend brannte eine noch nicht bezogene Flüchtlingsunterkunft im thüringischen Bischhagen bei Heiligenstadt. Die Brandursache ist noch unklar.