Berlin ­

Schwesig erwartet Zehntausende neue Kita-Plätze

Berlin ­.  Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hält Zehntausende zusätzliche Kita-Plätze für Flüchtlingskinder für nötig. Mit 68.000 Kita-Kindern sei zu rechnen, wenn man aktuelle Betreuungsquoten von Kindern mit ausländischen Wurzeln auf die aktuelle Prognose von 800.000 Flüchtlingen hochrechne, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Kommunen koste dies rund 550 Millionen Euro zusätzlich an Betriebskosten.

Die Gewerkschaft Verdi forderte für die 68.000 erwarteten Kita-Kinder 20.000 zusätzliche Stellen für pädagogische Fachkräfte für Bildung, Betreuung und Sprachförderung. Die kommunalen Spitzenverbände pochten auf mehr Unterstützung für den Ausbau der Kinderbetreuung. Angesichts des steigenden Bedarfs erneuerte die Ministerin ihre Forderung, die freiwerdenden Mittel aus dem Betreuungsgeld in den Kita-Ausbau zu stecken. Sowohl für Flüchtlingskinder als auch für in Deutschland geborene Kinder seien Plätze in Schulen und Kitas nötig, sagte sie. Der Bund müsse seiner Verantwortung nachkommen. „Die Mittel für Kitas sind aus dem freiwerdenden Betreuungsgeld vorhanden.“ Das Ministerium erwartet um 2,4 Milliarden Euro steigende Gesamtkosten im Kita-Bereich für 2016.

( dpa )

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