Havanna

Papst will auf Kuba die Castro-Brüder treffen

Havanna. Vor dem Besuch von Papst Franziskus haben US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Cas-tro eine weitere Annäherung der einstigen Erzfeinde angekündigt. Nach Angaben des Weißen Hauses lobten beide die Vermittlungsrolle des Papstes bei der Überwindung der seit der kubanischen Revolution bestehenden diplomatischen Eiszeit. Castro habe in dem Telefonat als nächsten Schritt die vollständige Aufhebung des seit fast 55 Jahren bestehenden US-Handelsembargos gegen den sozialistischen Karibikstaat gefordert, teilte die kubanische Regierung mit.

Der Papst flog am Sonnabend in Rom ab und traf am späten Abend in Kubas Hauptstadt Havanna ein. Auf dem Programm der Reise steht eine Begegnung des Papstes mit Staatschef Raúl Castro. Im Anschluss daran wird Franziskus wahrscheinlich auch den Anführer der Revolution, Fidel Castro (89), in Havanna treffen. Franziskus ist der dritte Papst, der den Karibikstaat besucht. Viele Dissidenten hoffen, dass der 78-jährige Argentinier seinen Besuch auch zu deutlicher Kritik an der Unterdrückung und Verfolgung von Oppositionellen nutzen wird.

Ab Dienstag will der Pontifex die USA besuchen. Es ist seine zehnte Auslandsreise seit seinem Amtsantritt im März 2013.