Berlin

Duisburger OB will lieber Syrer als Osteuropäer

Berlin. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) hat mit einem drastischen Ausspruch zur Flüchtlingsproblematik in seiner Stadt große Empörung ausgelöst. „Ich hätte gerne das Doppelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer abgeben könnte“, sagte Link am Dienstag bei einer Konferenz von Kommunalpolitikern, zu der SPD-Chef Sigmar Gabriel nach Berlin eingeladen hatte. „Das Zitat ist unmenschlich. Da bleibt einem die Spucke weg“, hieß es bei der Linkspartei. Duisburgs Grünen-Vorstandssprecher Matthias Schneider sagte: „Menschen nach Herkunft und ethnischer Zugehörigkeit zu sortieren, ist ganz üble Propaganda.“ Link erklärte inzwischen, er bedaure, „nicht die richtigen Worte gefunden“ zu haben. Im Kern blieb er aber bei seiner Aussage. Alle Städte müssten Flüchtlinge unterbringen, aber Duisburg habe mit 12.500 Bulgaren und Rumänen „eine zusätzliche Belastung zu stemmen“, so Link.