Berlin

Bundeswehr und Kirchen schaffen Schlafplätze

Berlin. Deutsche Soldaten haben bisher 14.500 Schlafplätze für Flüchtlinge in 41 Kasernen und anderen Liegenschaften der Bundeswehr geschaffen. Die meisten Flüchtlingsunterkünfte auf Bundeswehrgelände gibt es aktuell in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Außerdem seien zeitlich befristet rund 150 Angehörige der Bundeswehr abgestellt worden, um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei der Bewältigung der Asylverfahren zu unterstützen, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Am Bahnhof in Dortmund und Düsseldorf würden bis zu 60 Soldaten helfen. Bundesweit stünden 42 Busse mit Fahrern für den Transport von Flüchtlingen von den Bahnhöfen in ihre Unterkünfte zur Verfügung. Seit einem Aufruf von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) Ende August hätten sich 350 Freiwillige gemeldet, um beim Flüchtlingsamt zu helfen.

Die katholischen Bistümer wollen ihr Engagement bei der Unterbringung von Flüchtlingen nach dem Appell des Papstes weiter ausbauen. Bereits jetzt werden Tausende Flüchtlinge in Klöstern und Pfarr- und Gästehäusern, aber auch Bildungsstätten, Studenten- oder Behindertenwohnheimen untergebracht. Papst Franziskus hatte dazu aufgerufen, dass „alle Pfarreien, religiösen Gemeinschaften, Klöster und Wallfahrtsorte in ganz Europa“ eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen sollten. Seitdem haben viele Diözesen ihre Bemühungen nochmals verstärkt.

( BM )

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