Politik

„Warum eigentlich nicht den Flughafen BER nutzen?“

Zum Artikel: Zu wenig Platz für
Flüchtlinge“ vom 8. September

Aufgrund der angespannten Situation hinsichtlich der Wohnmöglichkeiten für Flüchtlinge in Berlin und Brandenburg schlage ich unseren neuen Flughafen BER in Schönefeld vor. Ich bin vor ein paar Tagen geschäftlich mit meinem Pkw vor Ort auf dem Flughafengelände gewesen. Bis auf die bekannten, technischen Probleme ist doch alles fertig. Selbst ein Steigenberger Hotel ist direkt auf dem Gelände und wartet auf den Starttermin. Unzählige Büroräume und nagelneue Hallenkomplexe stehen leer auf diesem optisch sehr gelungenen Gelände. Eigentlich ein sehr schöner Flughafen.

Volker Wianke, per Mail

Ich habe eine ungewöhnliche Idee: Wir könnten in Deutschland eine neue Stadt gründen, irgendwo, wo Platz ist. Wo zum Beispiel die Syrer eine neue Heimat finden können und ihre Kultur auch weiterleben dürfen. Die Assimilation mit deutscher Kultur würde langsamer voranschreiten, aber organischer. Und es wäre eine fantastische Chance, städtebaulich, sozial, kulturell so ein Experiment zu starten. Da gäbe es viel Arbeit für viele.

Markus Stockhausen, Erftstadt

Als eine im Ausland lebende Deutsche finde ich mich zur Zeit hin- und hergerissen zwischen Stolz auf mein Heimatland und völligem Unverständnis über die fehlende politische Einsicht der Politiker über die Konsequenzen ihrer Handlungen. Die jetzige Flüchtlingskrise wurde von den Deutschen mit Humanität beantwortet, aber auch mit unglaublichem Mangel an demokratischer Handlungsentscheidung der Politiker. Von außen gesehen ist die Einladung an viele 100.000 Menschen, nach Deutschland zu kommen, unabhängig von ihren Bedürfnissen und ihrer vorherigen Geschichte, nur basierend auf ihrem Herkunftsland, eine katastrophale Entscheidung. Dieses hat zwei Folgen: Zum einen werden Tausende von Menschen die gefährliche Reise antreten, die das vorher nicht gewagt hatten. Deutschland wird dadurch schuldig an ihrem Tod. Zweitens wird ohne vorherige Befragung der Bevölkerung eine völlige Umstrukturierung der deutschen Gesellschaft in Gang gesetzt. Die mit der Einwanderung von durch Krieg brutalisierten Menschen werden diesen Krieg mitbringen. Ich bin sehr stolz, dass Deutschland die existierenden Flüchtlinge willkommen heißt, doch es scheint, dass die Politiker ihre Aufgaben vernachlässigen. Merkel und ihre Mitarbeiter schwimmen momentan auf der Welle des Mitleids und der Humanität, doch langfristig werden sie an das folgenschwere Versagen ihrer Politik erinnert werden. Angela Merkel ist schon zu lange an der Macht, und sie fällt ihre Entscheidungen allein – mit langfristigen und katastrophalen Konsequenzen.

Anne CR Bick, per Mail

Die Piloten schneiden sich ins eigene Fleisch

Zum Artikel: „Nach dem Streik
normalisiert sich die Lage in Tegel“
vom 10. September

Der aktuelle Streik ist erst einmal per Gerichtsurteil abgewendet, aber es werden weitere folgen. Zurecht? Wenn bisherige Besitzstände eingeschränkt werden, ist das immer ärgerlich. So auch bei den Piloten, die bisher vergleichsweise früh in Rente gehen konnten. Sich dagegen zu wehren, ist legitim. Im Falle der Lufthansa muss man bedenken, dass diese in einem harten Konkurrenzkampf steht – obwohl die zurückgelegten Flugkilometer branchenweit steigen und man denken sollte, dass genügend Raum für alle Airlines ist. Aber der Druck ist groß, und die Piloten schneiden sich ins eigene Fleisch, wenn sie ihren Arbeitgeber derart schädigen. Ich kann in meinem Umfeld beobachten, wie man Abstand zur Lufthansa nimmt, weil deren Flüge ungewiss sind. Die Besatzungen sollten Zugeständnisse machen, damit es ihnen nicht ergeht wie jenen von Air Berlin.

Holger Lührsen,per Mail