Politik

Facebook-Nutzer gesteht Mordaufruf gegen Flüchtlinge

Ein Mann hat über Facebook zum Mord an Flüchtlingen aufgerufen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Flüchtlinge ziehen in eine Unterkunft in Limburgerhof ein. Daraufhin postete der Facebook-Nutzer den Mordaufruf

Flüchtlinge ziehen in eine Unterkunft in Limburgerhof ein. Daraufhin postete der Facebook-Nutzer den Mordaufruf

Foto: Jasper Rothfels / dpa

Limburgerhof (dpa) - Nach einem Internetaufruf zum Mord an Flüchtlingen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung. Ein 20-jähriger Mann aus Ludwigshafen habe ein Geständnis abgelegt, teilte die Staatsanwaltschaft in Frankenthal am Donnerstag mit. Ermittler durchsuchten dessen Wohnung. Der Mann sei nach bisherigen Erkenntnissen „dem rechten Spektrum nicht zuzuordnen“.

Der Vorwurf laute vor allem auf Volksverhetzung, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. Nun sei zu prüfen, ob Anklage erhoben werde.

Der Facebook-Nutzer hatte in dem Portal geschrieben, Flüchtlinge sollten erschossen werden - laut dpa wörtlich: „Denen gehört in den Kopf geschossen“. Der Eintrag wurde inzwischen gelöscht. Er äußerte sich zu einem Foto, das den Einzug von Asylbewerbern in eine Unterkunft in Limburgerhof bei Ludwigshafen zeigte. Die Unterkunft war Anfang Mai Ziel eines Brandanschlags und wurde erst in der vergangen Woche wieder bezogen.

Erst kürzlich war ein Nutzer von Facebook in Berlin zu einer Geldstrafe von 4800 Euro verurteilt worden.