Wiesbaden

Berlin senkt seine Verschuldung um 1,2 Prozent

Wiesbaden.  Bund, Länder und Gemeinden stehen mit mehr als zwei Billionen Euro in der Kreide. Ende 2014 waren die öffentlichen Haushalte einschließlich der gesetzlichen Sozialversicherung mit 2049 Milliarden Euro verschuldet. Damit sind die öffentlichen Schulden im Vergleich zu 2013 um 0,3 Prozent gestiegen. Diese endgültigen Zahlen veröffentlichte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden.

Niedriger waren 2014 indes die Schuldenstände der Bundesländer, die mit insgesamt 619,5 Milliarden Euro in der Kreide stehen. Das war ein leichter Rückgang um 0,9 Prozent. Das Land Berlin steht mit einem Rückgang von 1,2 Prozent etwas besser da als der Durchschnitt. Besonders hoch waren die Rückgänge der Länder Sachsen (-23,6 Prozent) und Baden-Württemberg (-10,0 Prozent). Die prozentual stärksten Zuwächse bei den Schulden wurden dagegen für Hamburg (+12,6 Prozent) und Hessen (+ 9,6 Prozent) ermittelt.

Der Schuldenstand des Bundes hat sich indes leicht um 0,5 Prozent auf 1289,5 Milliarden Euro erhöht. Die Kommunen waren insgesamt mit 139,4 Milliarden Euro verschuldet, ein Anstieg um 3,2 Prozent. Die höchsten Zuwächse bei den Schulden verzeichnen die Kommunen im Saarland (+11,9 Prozent) und in Baden-Württemberg (+6,7 Prozent). Rückläufig war die Verschuldung nur bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden in Thüringen (-3,6 Prozent) und in Brandenburg (-1,7 Prozent).

Die gesetzliche Sozialversicherung wies eine Verschuldung von 559 Millionen Euro aus, das waren 11,4 Prozent weniger als 2013.