Grenzkonflitk

Nord- und Südkorea beschießen einander in Grenzregion

Zunächst hatten Nord- und Südkorea nur wieder Propaganda-Lautsprecher an der Grenze aufgestellt. Doch nun wird geschossen.

Südkoreanische Soldaten bei einer Übung (Archivbild). Nun wird tatsächlich Richtung Nordkorea gefeuert

Südkoreanische Soldaten bei einer Übung (Archivbild). Nun wird tatsächlich Richtung Nordkorea gefeuert

Foto: Stringer / dpa

Süd- und Nordkorea haben einander in ihrer Grenzregion beschossen. Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilte mit, sein Militär habe das Feuer erwidert, nachdem Nordkorea eine einzelne Artilleriegranate auf eine südkoreanische Grenzstadt geschossen habe. Man habe eine Granate aus dem Norden entdeckt, die über die Grenze geschossen worden sei. Daraufhin habe Südkorea Dutzende Granaten auf die Stelle abgeschossen, von der aus das nordkoreanische Geschoss abgefeuert worden sei.

Berichte über Verletzte gab es nicht. Südkoreanische Medien berichteten, Städte an der weltweit am stärksten bewachten Grenze seien geräumt worden.

In der vergangenen Woche hatte Südkorea zum ersten Mal seit elf Jahren wieder Lautsprecher Richtung Norden installiert und mit ihnen Propaganda verbreitet. Nordkorea drohte daraufhin, die Lautsprecher zu beschießen. Am Montag stellte der Norden dann selbst an der Grenze Lautsprecher auf und beschallte den Süden mit Propaganda.

Auslöser der südkoreanischen Aktion war eine Minenexplosion, bei der zwei südkoreanische Soldaten verstümmelt wurden. Dafür machte der Süden den Norden verantwortlich.


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