Militärübung

Nordkorea droht USA und dem Süden mit Krieg

Neues Säbelrasseln in Korea - Der Süden und die USA beginnen eine Militärübung, der Norden droht mit „gnadenlosen Schlägen“.

80.000 Soldaten aus Südkorea und den USA beteiligen sich an der Militärübung

80.000 Soldaten aus Südkorea und den USA beteiligen sich an der Militärübung

Foto: Yonhap / dpa

Trotz Protesten aus Nordkorea haben die Streitkräfte Südkoreas und der USA eines ihrer jährlichen Manöver begonnen. An der zwölftägigen Übung „Ulchi Freedom Guardian“ nähmen 30.000 amerikanische Soldaten teil, 3000 von ihnen würden eingeflogen, teilte ein Sprecher der US-Streitkräfte Korea (USFK) am Montag mit. Auf Seiten Südkoreas beteiligen sich nach Berichten inländischer Medien 50.000 Soldaten. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten als Abschreckung stationiert.

Nordkorea hatte - wie üblich - vor dem Manöver gewarnt. Das kommunistische Regime unterstellte den beiden Ländern dabei Kriegsvorbereitungen und drohte mit „gnadenlosen Schlägen“ seiner Streitkräfte, sollten beide Länder einen Angriff anzetteln.

Im Mittelpunkt des Manövers in Südkorea stehen normalerweise computergestützte Simulationen eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel. Die nordkoreanische Volksarmee sei von dem Manöver vorher informiert worden, hieß es in einer Erklärung der USFK. Es handle sich um eine Routineübung, die der Verteidigung diene.

Beide Koreas befinden sich völkerrechtlich seit dem Ende ihres Bruderkriegs (1950-53) noch im Kriegszustand. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht geschlossen.