Helsinki –

Ermittlungen gegen Assange sind zum Teil eingestellt

Helsinki.  Die schwedische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange zu drei Fällen mutmaßlichen sexuellen Fehlverhaltens eingestellt. Grund ist eine Verjährung der Anschuldigungen, hieß es am Donnerstag. Weiter ermittelt wird aber wegen Vorwürfen der Vergewaltigung gegen den 44-Jährigen, die 2020 verjähren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verjährten am Donnerstag ein Fall von sexueller Belästigung und einer von illegaler Nötigung, während ein weiterer Fall von sexueller Belästigung am 18. August ausgelaufen wäre.

Die schwedische Staatsanwalt teilte mit, sie sei nicht dazu in der Lage gewesen, Assange anzuklagen, weil eine Befragung des Australiers nicht möglich gewesen sei. Der Wikileaks-Gründer hatte 2012 Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft in London gesucht und damit einen Haftbefehl gegen ihn umgangen. Assange bestreitet alle Anschuldigungen. In einer Erklärung aus London sagte er, er sei „extrem enttäuscht“ über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, Ermittlungen gegen ihn fortzusetzen. „Es gab keine Notwendigkeit für irgendetwas davon“, erklärte er. „Ich bin ein unschuldiger Mann.“ Assange hatte erklärt, nicht die Absicht zu haben, nach Schweden zu gehen, weil es keine Garantien gebe, dass er nicht anschließend in die USA geschickt werde. Dort wird wegen der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente durch Assanges Enthüllungsplattform Wikileaks ermittelt.

( AP )

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