Interview

Gysi sieht Schuld für Ehe-Aus bei sich - Traum von Weltreise

Noch-Linke-Fraktionschef Gregor Gysi hat im Interview über sein Single-Dasein gesprochen. Das Alleinleben sieht er als Ausnahmezustand.

Der Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, Gregor Gysi (l.) im August im ZDF-Sommerinterview

Der Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, Gregor Gysi (l.) im August im ZDF-Sommerinterview

Foto: Jürgen Detmers / dpa

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi sieht den Grund für das Scheitern seiner zweiten Ehe ausschließlich bei sich selbst. Gescheitert sei sie "nicht an der Politik, sondern an mir", sagte der 67-Jährige der neuen Ausgabe der Illustrierten "Bunte". "Das ist ganz allein meine Schuld." Er habe sich einfach nicht genug Zeit für die ihm besonders nahestehenden Menschen genommen.

Gysi, der derzeit ein großes Haus bewohnt, möchte dem Bericht zufolge dort nicht alleine bleiben. Er habe in seinem Leben "fast immer mit lieben Menschen zusammengelebt, nach der ersten Scheidung auch mit meinem Sohn", sagte er. "Das ist also derzeit ein Ausnahmezustand, an den ich mich nicht gewöhnen will."

Die zweite Ehe des Linken-Politikers war Ende 2010 nach 14 Jahren gescheitert.

Gysi gibt im Herbst sein Amt als Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag ab. Für die Zeit danach träume er von einer "monatelangen Weltreise", sagte er. Vielleicht werde er sogar einmal Alterspräsident des Bundestags. "Da darf ich dann die Legislaturperiode eröffnen und kann die Abgeordneten, weil es keine zeitliche Begrenzung gibt, in Grund und Boden quatschen", sagte er der "Bunten".