Kiew –

Ukraine meldet heftige Kämpfe nahe Mariupol

Kiew.  Die prorussischen Rebellen haben nach Angaben der ukrainischen Regierung die heftigsten Angriffe gegen die Regierungstruppen seit der Mitte Februar vereinbarten Waffenruhe gestartet. 400 Separatisten griffen demnach mit Panzern ukrainische Streitkräfte rund um die Stadt Starohnatiwka an, die 50 Kilometer nördlich der ukrainischen Hafenstadt Mariupol liegt. Die ukrainischen Truppen hätten die Offensive unter Einsatz von Artillerie gestoppt und Gelände zurückerobert, sagte ein Militärsprecher am Montag. Die Rebellen wiesen die Darstellung zurück und warfen ihrerseits den Regierungstruppen massiven Beschuss der Aufständischen vor. Die von der Regierung kontrollierte Hafenstadt ist strategisch wichtig. Mit ihrer Einnahme durch die Separatisten könnte die Grundlage für einen Landkorridor zwischen der russischen Grenze und der von Russland annektierten Halbinsel Krim entstehen. Daher hat der Westen einen Vorstoß der Rebellen bei Mariupol immer wieder als Überschreiten einer roten Linie bezeichnet, die zur Verschärfung der Sanktionen gegen Russland führen würde.

Die Bundesregierung hat den Brandanschlag auf vier gepanzerte OSZE-Fahrzeuge in Donezk unterdessen verurteilt. „Wir erwarten von den Verantwortlichen in Donezk, dass sie die Hintermänner dieses Anschlags finden und zur Rechenschaft ziehen“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin. „Generell sehen wir die Eskalation entlang der Frontlinie mit Sorge“, sagte die Sprecherin. Beide Seiten des Konflikts trügen gemäß der Minsker Vereinbarung die Verantwortung, die Sicherheit der OSZE-Beobachter zu gewährleisten.

( dpa )

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