Politik

„Ein Schulwechsel kann den Numerus clausus verbessern“

| Lesedauer: 3 Minuten

Zum Artikel „Die erfolgreichsten Berliner Schulen“ vom 17. Juli

Die Durchschnittsnote der Abiturprüfung hat nur eine äußerst geringe Aussagekraft über die Qualität einer Schule. Da immer mehr Studienfächer zulassungsbeschränkt sind, wird der Numerus clausus (NC) immer wichtiger. Die Zahl der Schüler, die nach der 10. Klasse die Schule wechseln, um an einer anderen Schule einen besseren Numerus clausus zu erreichen, steigt an den leistungsbetonten Gymnasien seit Jahren. Durch solch einen Schulwechsel kann man seinen NC um mehr als eine Notenstufe verbessern. Den Schulen bleibt dabei gar keine andere Wahl, sie müssen bei diesem allgemeinen Notendumping mitmachen, sonst blutet ihre gymnasiale Oberstufe aus. Es gibt zahlreiche Lehrer, die keine Note schlechter als Drei mehr vergeben. Auch das Zentralabitur ändert an dieser Misere wenig, da die Prüfungsklausuren nicht einmal ein Drittel der Abschlussnote ausmachen und die gestellten Aufgaben zumindest in den Naturwissenschaften teilweise lächerlich einfach sind. Dieses Problem der Entwertung von Leistungsbeurteilungen lässt sich auf zwei Arten beheben: die Einführung von Eingangstests an den Universitäten oder die Abschaffung der Zulassungsbeschränkungen mit der Einführung von Ausschlussprüfungen nach dem ersten Semester.

Uwe Brink, per E-Mail

Berlin muss seine Straßen

endlich instand setzen

Zum Artikel „Bund gibt Geld für
den ehemaligen Flughafen Tempelhof“
vom 16. Juli

Wer trifft denn solch absurde Entscheidungen, Geld in den Flughafen zu stecken? Was nutzt der Ausbau von Tempelhof, wenn die Straßen in Berlin so schlecht sind, dass man zu einer Veranstaltung wegen der Schlaglöcher nicht hinkommt?

Es wäre sinnvoll, endlich die Straßen instandzusetzen, damit ein reibungsloser Verkehr fließen kann. Berlin braucht nicht immer neue Veranstaltungsorte, sondern bessere Straßen. Alle Berliner zahlen viel Geld für ihre Kfz-Steuer, wo bleibt das Geld? Es sollte doch besser in Infrastruktur investiert werden als in neue Veranstaltungsorte.

Karl-Heinz Hoffmann, per E-Mail

Keine Investitionen in dieNotrufzentrale der Polizei

Zum Artikel „In der Warteschleife beim Notruf“ vom 17. Juli

Polizeisprecher Redlich sagt, dass Investitionen in die derzeitige Zentrale nicht anstünden. Stattdessen warte man lieber bis zum Jahr 2023, dann würde die Einsatzleitzentrale ja eh umziehen. Mit anderen Worten, zwischenzeitliche Pannen und Ausfälle müssen die Berlinerinnen und Berliner und alle Besucher hinnehmen. Und was sagt unser Innensenator als politisch Verantwortlicher? Nichts! Frank Henkel schweigt und scheint nichts zur Lösung des Problems beitragen zu wollen.

Peter Hirsch, Wilmersdorf

Eine Teilprivatisierung derBahn ist der falsche Weg


Zum Artikel „Grube plant Teilverkauf
der Bahn“ vom 18. Juli

Die Pläne von Rüdiger Grube können nicht überzeugen. Denn das eigentliche Problem des Konzerns besteht weniger in zu hohen Kosten als vielmehr in einem viel zu geringen Servicecharakter, durch den man sehr viel Umsatz verschenkt. Jetzt im Sommer sind Touristen prädestiniert dafür, dass man ihnen nicht nur Tickets, sondern weitere Dienstleistungen vor allem direkt in den Zügen wie etwa Tageszeitungen oder eine kreative Auswahl an Getränken und Essen verkauft. Weswegen eine Teilprivatisierung der falsche Weg wäre, solange bei der DB flache Hierarchien fehlen.

Rasmus PH. Helt, per E-Mail

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos