Wien –

Immer noch keine Einigung zu Irans Atomprogramm

Wien –.  Die Atomverhandlungen mit dem Iran gehen erneut in die Verlängerung. Die Minister würden am Sonnabend wieder zusammenkommen, um auszuloten, ob sich die letzten verbleibenden Hürden überwinden ließen, sagte der britische Außenminister Philip Hammond am Freitag in Wien. Auch der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif rechnet nicht mehr mit einem Abschluss der Atomverhandlungen vor Ablauf der Frist an diesem Freitag. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, er hoffe auf eine rasche Einigung. Danach sollten alle Sanktionen gegen den Iran schrittweise aufgehoben werden, forderte er.

US-Außenminister John Kerry hatte am Donnerstag gewarnt, die USA seien zu einem Abbruch der Verhandlungen bereit, wenn man sich nicht zu schwierigen Entscheidungen durchringen könne. Zugleich sprach er von echten Fortschritten. Ein wichtiger Berater des geistlichen Oberhauptes des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, kritisierte Kerry dafür scharf. Seine Bemerkungen seien Teil der „psychologischen Kriegsführung“ des Landes gegen die Islamische Republik, sagte Ali Akbar Velajati nach einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Die Grenzen der iranischen Führung müssten respektiert werden. Diese hatte Chamenei im Juni genannt: Einen längerfristigen Stopp des Atomprogrammes und Kontrollen militärischer Anlagen wird es demnach nicht geben.

( rtr )

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