Houston –

Bush kassiert 90.000 Euro bei Wohltätigkeitsgala

Houston –.  Eigentlich sollte auf der Wohltätigkeitsveranstaltung im texanischen Houston Geld für Kriegsveteranen gesammelt werden. Doch an die ehemaligen Soldaten, die für die USA im Irak und Afghanistan kämpften, gingen bei der Gala „Helping the Hero“ am Ende gut 100.000 Euro weniger ein als gedacht. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush wurde nämlich als prominenter Redner engagiert und sein Honorar betrug rund 90.000 Euro, wie US-Medien und „Bild“ berichten. Die Veteranen ärgerten sich zusätzlich darüber, dass Bush mit einem Privatjet anreiste, was rund 18.000 Euro extra kostete.

„Dass er sich dafür bezahlen lässt, Geld für Soldaten zu sammeln, die unter seiner Führung im Krieg verwundet wurden, ist für mich nicht richtig“, sagte der Marine Eddie Wright dem TV-Sender ABC. Er hatte bei seinem Anti-Terror-Einsatz im irakischen Falludscha beide Hände verloren. „Das ist ein Schlag ins Gesicht.“ Die Veranstalter rechtfertigten die Gage damit, dass Bush erstens in den Jahren 2011 und 2012 für Rekordspenden gesorgt habe. Zudem sei man zufrieden, dass er seine normale Honorarforderung von 250.000 auf 100.000 Dollar gesenkt habe. Auch Bushs Gattin Laura war als First Lady bereits Rednerin auf der Gala. Sie kassierte im Gegensatz zu ihrem Mann jedoch „nur“ umgerechnet 45.000 Euro. Erst vor Kurzem war bekannt geworden, dass die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihr Mann Bill seit Anfang 2014 mindestens 30 Millionen Dollar (26,3 Millionen Euro) verdient haben.