Berlin –

Randalierer und Schläger – Eine Chronologie

Berlin –.  Jahr für Jahr gibt es jeweils eine Vielzahl besonders spektakulärer Zwischenfälle. Randale und Schlägereien gehören zum Sommer in den Berliner Bädern wie Wasser und Sonne. Die Berliner Morgenpost dokumentiert sie.

Juli 2014, Columbiabad: Innerhalb einer Woche muss das Bad in Neukölln gleich dreimal vorzeitig geschlossen werden, weil große Gruppen junge Männer trotz Sperrung den Sprungturm besetzen. Als die jedes Mal alarmierte Polizei besonders aggressive Männer festnimmt, wird sie von bis zu 100 Sympathisanten bedrängt und teilweise massiv attackiert.

Juni 2014, Sommerbad Pankow: Gleich am ersten Wochenende des Monats liefern sich 50 Besucher des Freibades eine Schlägerei. Ein Großaufgebot von 60 Polizisten ist nötig, um die Lage zu beruhigen. Daraufhin bleibt an den darauffolgenden Tagen das Freibad nur für Familien mit Kindern geöffnet.

Juni 2014, Strandbad Wannsee: Mehrere Väter fordern eine Gruppe Jugendlicher auf, Rücksicht auf spielende Kinder zu nehmen. Die Angesprochenen reagieren aggressiv, beschimpfen die Väter unflätig. Als die Jugendlichen Unterstützung von drei Dutzend Männern erhalten, kommt es zu Rangeleien, ein Vater wird durch Faustschläge verletzt. Eintreffende Polizeibeamte verhindern eine weitere Eskalation.

Juli 2013, Columbiabad: Mitglieder einer arabischen Großfamilie liefern sich eine Massenschlägerei mit anderen Badegästen. Auslöser war ein Streit, nachdem eine Frau aus der Familie wegen einer Verletzung von Sanitätern behandelt wurde. Mehrere Männer der Familie reagieren aggressiv, weil sie der Meinung sind, die Sanitäter hätten die Frau nicht berühren dürfen. Mit Schutzwesten ausgestattete Polizisten gehen mit Hunden und Pfefferspray vor.

Juli 2010, Columbiabad: Etwa 60 Mitglieder zweier Großfamilien liefern sich eine Massenschlägerei. Als auch die Sicherheitsmitarbeiter attackiert werden, wird die Polizei alarmiert. Die Beamten räumen das Bad, in dem sich zu der Zeit noch knapp 7000 Badegäste befinden. Die Schläger entkommen unerkannt.

Juli 2007, Badestrand Tegeler See: Vier Jugendliche prügeln auf einen 44-Jährigen ein, der sie zuvor aufgefordert hatte, ihren Müll zu beseitigen. Ein 23-Jähriger kommt dem Mann zu Hilfe, wird von einem 17-Jährigen hinterrücks niedergestochen und stirbt Stunden später in einem Krankenhaus.

Juni 2005, Prinzenbad Kreuzberg: Als drei undercover agierende Polizisten in Badekleidung einen Streit schlichten wollen, werden die unbewaffneten Beamten augenblicklich von jungen Männern bedrängt und angepöbelt. Deren Zahl wächst schnell auf 100 Personen an, den Beamten bleibt nicht anderes übrig, als sich zurückzuziehen und auf Unterstützung zu warten.