Rassismus

Obama – Die USA sind vom Rassismus noch nicht geheilt

US-Präsident Barack Obama in Palm Springs

US-Präsident Barack Obama in Palm Springs

Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press

Die USA haben eine lange Geschichte des Rassismus. Und das Erbe der Sklaverei sei immer noch ein Teil „unserer DNA“, meint der US-Präsident.

Die USA haben nach Meinung von US-Präsident Barack Obama ihre Geschichte des Rassismus noch nicht überwunden. Die Gesellschaft sei noch nicht „geheilt“, denn das Erbe der Sklaverei werfe einen langen Schatten und sei immer noch Teil „unserer DNA“, sagte Obama in einem Interview mit dem Komödianten Marc Maron wenige Tage nach den tödlichen Schüssen eines 21-jährigen Weißen auf neun schwarze Gemeindemitglieder in der US-Stadt Charleston. Der mutmaßliche Täter hatte offenbar rassistische Motive.

Auch kritisierte Obama in seinem Podcast am Montag den weit verbreiteten Waffengebrauch in den USA, der mit dem jüngsten Massaker ebenfalls wieder in den Fokus geriet. Nach dem Massaker 2012 in einer Grundschule in Newton im Staat Connecticut mit 28 Toten hatte Obama im US-Kongress vergeblich um Unterstützung für schärfere Waffengesetze geworben. Er sei sehr frustriert, dass der „Griff“ des Waffenverbandes National Rifle Association (NRA) auf den US-Kongress „extrem stark“ sei, sagte er im Interview weiter.

Mit Blick auf die Siedlungsgeschichte der USA und die stark ausgeprägte Waffenliebe sagte der US-Präsident, man müsse versuchen, Traditionen an einen gewissen Allgemeinsinn anzupassen, damit ein 21-Jährige nicht einfach zur Waffen greifen und großen Schaden anrichten könne.

Obama betonte aber auch, die Einstellung gegenüber Menschen anderer Ethnien habe sich deutlich verbessert, seit er als Sohn einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters zur Welt gekommen sei.

( AP )

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