Politik

Gysi kündigt Rückzug vom Vorsitz der Linksfraktion an

Gregor Gysi hat sich zu seiner Zukunft geäußert. Als Fraktionschef will er nicht erneut kandidieren. Es sei das letzte Mal, dass er auf dem Parteitag als Fraktionschef spreche, sagte er.

Nach 25 Jahren in Spitzenämtern der Linkspartei kündigte der 67-jährige Fraktionschef am Sonntag auf dem Bielefelder Parteitag an, im Herbst nicht wieder anzutreten.

Video: Abendschau, RBB
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Linksfraktionschef Gregor Gysi gibt sein Amt im Herbst auf. Der 67-Jährige kündigte am Sonntag auf dem Bielefelder Parteitag der Linken an, bei der Wahl einer neuen Fraktionsführung im Herbst nicht noch einmal anzutreten. Die Neuwahl solle am 13. Oktober stattfinden.

Dies sei das letzte Mal, dass er als Fraktionschef auf einem Parteitag spreche, sagte Gysi vor den Delegierten in Bielefeld. Er verwies darauf, dass die Linke in jüngster Zeit an Akzeptanz gewonnen habe. „Ich glaube, dass man gerade in einer solchen Phase Verantwortung abgeben sollte“, sagte er in einer sehr persönlich gehaltenen Rede.

Gysi kündigte an, sein Bundestagsmandat bis zum Ende der Legislaturperiode wahrnehmen zu wollen. Ob er bei der Bundestagswahl 2017 noch einmal antreten werde, wolle er im kommenden Jahr entscheiden.

Wagenknecht als Nachfolgerin im Gespräch

Gysi steht seit 2005 an der Spitze der Linksfraktion, dem Bundestag gehört er mit einer Unterbrechung seit 1990 an. Dort führte er zehn Jahre lang die PDS, die später mit der WASG zur Partei Die Linke fusionierte.

Für Gysis Nachfolge ist eine Doppelspitze aus seinen Stellvertretern Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht im Gespräch.