Parteiquerelen

AfD-Chef Lucke will das Ruder herumreißen

Foto: Marcel Kusch / dpa

AfD-Gründer Bernd Lucke plant den Befreiungsschlag. Er will die Rechten in der Partei abdrängen. Sollte er keinen Rückhalt mehr haben, denkt er über eine neue Partei nach.

Nach wochenlangen Querelen plant AfD-Gründer Bernd Lucke jetzt einen Befreiungsschlag. Wie am Montag aus Parteikreisen bekanntwurde, will der Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland diese Woche mit einer neuen Botschaft an die Mitglieder versuchen, den rechten Flügel der Partei zu isolieren.

Dem Vernehmen nach wollen er, Hans-Olaf Henkel und andere führende Vertreter des liberal-bürgerlichen Flügels der AfD zuerst ausloten, wie groß ihr Rückhalt in der Partei noch ist. Sollte sich herausstellen, dass die Rechten schon die Oberhand gewonnen haben, wollen sie möglicherweise eine eigene Partei gründen.

Eine ursprünglich für diesen Dienstag in Straßburg geplante Pressekonferenz hat Lucke abgesagt. Stattdessen luden er und seine Mitstreiter Journalisten zu einem Hintergrundgespräch ein.

Luckes wichtigste Gegenspielerin ist zur Zeit die Co-Vorsitzende Frauke Petry. Sie zeigt mehr Verständnis als er für „Wutbürger“ und rechtsnationale Kräfte in der Partei.

( dpa )

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