Amerika-Konferenz

Obama und Kubas Staatschef Castro telefonieren vor Gipfeltreffen

Foto: Kim Ludbrook / dpa

Beim Amerika-Gipfel in Panama wird Geschichte geschrieben. Obama und Kubas Staatschef Castro sollen sich die Hand reichen. Angeblich wollen die USA Kuba von der Terrorliste streichen.

US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro haben kurz vor ihrem persönlichen Treffen beim Amerika-Gipfel in Panama telefoniert. Das teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Das Gespräch habe bereits am Mittwoch vor Obamas Reise nach Jamaika stattgefunden. Details des Gesprächs wurden nicht genannt.

Obama landete am Donnerstagabend (Ortszeit) in Panama-Stadt nach einem kurzen Besuch in Jamaika.

In dem am Freitagabend beginnenden Amerika-Gipfel (bis 11. April) soll es zu einer mit Spannung erwarteten Begegnung zwischen Obama und Castro kommen.

Es wird das erste Treffen beider Staatschefs seit der im Dezember eingeleiteten Annäherung zwischen beiden Ländern. Die beiden früheren Erzrivalen wollen bald ihre diplomatischen Beziehungen normalisieren. Vor Gipfelbeginn trafen in Panama schon US-Außenminister John Kerry und sein kubanischer Kollege Bruno Rodríguez zu Beratungen zusammen.

Ein ranghoher Beamter des State Departments meinte, es habe sich um eine „längere und sehr konstruktive Diskussion“ gehandelt. Man bleibe weiter um Gespräch, „um ausstehende Themen zu lösen“, hieß es ohne weitere Angaben. US-Medien berichteten, das Treffen am Donnerstagabend (Ortszeit) in einem Hotel der Stadt habe rund zwei Stunden gedauert. Vermutlich ging es auch um die Streichung Kubas von der Liste der Unterstützerstaaten des Terrorismus.

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