Beschlossen

Für welche Unternehmen die Frauenquote künftig gilt

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Foto: Soeren Stache / dpa

Der Bundestag hat am Freitag die Frauenquote beschlossen. Gut 100 Großunternehmen müssen mindestens 30 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten haben. Welche Firmen betroffen sind.

Nach jahrelangem Streit ist die Einführung einer Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte von Großunternehmen beschlossene Sache. Der Bundestag verabschiedete am Freitag mit den Stimmen von Union und SPD den Gesetzentwurf der schwarz-roten Bundesregierung. Grüne und Linke enthielten sich. Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD) sprach von einem „historischen Schritt“. Kritik kommt aus der Wirtschaft, aber auch vereinzelt aus der Union.

Betroffen von der Neuregelung sind von 2016 an gut 100 börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Unternehmen. 3500 weitere Unternehmen müssen sich künftig verbindliche Ziele für die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen setzen.

Schwesig betonte, das Gesetz werde nicht nur Veränderungen in den Führungsetagen bewirken, sondern für alle Frauen, die in den Unternehmen und im öffentlichen Dienst arbeiten.

Ende 2014 betrug der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten der 200 größten Unternehmen in Deutschland nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) 18,4 Prozent. In den Vorständen dieser Unternehmen sind nur 5,4 Prozent Frauen.

Das sind die betroffenen Firmen:

A

– adidas AG

– Adler Modemärkte AG

– Allianz SE

– Amadeus FireAG

– Audi AG

– Aurubis AG

B

– BASF SE

– BAUER AG

– BAYER AG

– BayWa AG

– Bechtle AG

– Beiersdorf AG

– Bilfinger SE

– BMW AG

– Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG

– Bremer Straßenbahn AG (BSAG)

C

– Celesio AG CEWE Stiftung & Co. KGaA

– Commerzbank AG

– Continental AG

D

– Daimler AG

– Deutsche Bank AG

– Deutsche Lufthansa AG

– Deutsche Post AG

– Deutsche Postbank AG

– Deutsche Telekom AG

– Deutz AG

– DMG MORI SEIKI AG (ehem. Gildemeister AG)

– Drägerwerk AG & Co. KGaA

– Dürr AG

E

– E.ON SE

– ElringKlinger AG

– EnBW Energie Baden-Württemberg AG

– Evonik Industries AG

F

– Fielmann AG

– Fraport AG

– freenet AG

– Fresenius SE & Co. KGaA

G

– GEA Group AG

– Gerresheimer AG

– Grammer AG

H

– Hamburger Hafen und Logistik AG

– HeidelbergCement AG

– Heidelberger Druckmaschinen AG

– Hella KGaA

– Hueck & Co.

– Henkel AG & Co. KGaA

– HOCHTIEF AG

– Homag Group AG

– HORNBACH-Baumarkt-AG

– Hugo Boss AG

I

– Infineon Technologies AG

J

– Jenoptik AG

–Jungheinrich AG

K

– K + S AG

– Kabel Deutschland Holding AG

– KION GROUP AG

– Koenig & Bauer AG

– Krones AG KSB Aktiengesellschaft

– St KUKA AG

L

– LANXESS AG

– Leoni AG

– Linde AG

M

– Mainova AG

– MAN SE

– Maternus-Kliniken AG

– MediClin AG

– Merck KGaA

– METRO AG

– MTU Aero Engines AG

– Münchener Rück AG

– MVV Energie AG

N

– NÜRNBERGER Beteiligungs-AG

O

– Oldenburgische Landesbank AG

– OSRAM Licht AG

P

– Porsche Automobil Holding SE

R

– Rheinmetall AG

– RHÖN-KLINIKUM AG

– RWE AG

S

– Salzgitter AG

– SAP SE

– Sartorius AG

– SGL CARBON SE

– Siemens AG

– SMA Solar Technology AG

– Software AG

– STRABAG AG

– Südzucker AG

– Symrise AG

T

– Talanx AG

– ThyssenKrupp AG

– TUI AG

U

– üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG

V

– Villeroy & Boch AG

– Volkswagen AG

W

– Wacker Chemie AG

– WASGAU Produktions & Handels AG

– WINCOR NIXDORF AG

– WMF AG

– Wüstenrot & Württembergische AG

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