NSA-Whistleblower

Snowden wird Ehrenmitglied der FU – Ströbele freut sich

Im Oktober besuchte Christian Ströbele Whistleblower Edward Snowden in Moskau. Jetzt wird Snowden von der Freien Universität Berlin und der Uni Rostock geehrt – das wird ihm helfen, glaubt Ströbele.

Foto: Hans-Christian Stroebele Office / dpa

NSA-Whistleblower Edward Snowden wird Ehrenmitglied der Feien Universität Berlin und Ehrendoktor der Universität Rostock. „Das freut mich außerordentlich, das ist eine sehr verdiente Ehrung“, sagte der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele der Berliner Morgenpost. „Die FU ist ja sozusagen meine Universität, dort habe ich sechs Semester studiert.“ Zudem habe est eine besondere Bedeutung, „dass gerade die Freie Universität Snowden diese Ehre zukommen lässt, da sie ja von den USA gestiftet wurde“, sagte der Berliner Politiker, der im Oktober 2013 Snowden in Moskau getroffen hatte und damit weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatte.

„Diese Ehrungen zeigen auch, wie Snowdens Enthüllungen in Deutschland gesehen werden – in Umfragen beurteilen ja 82 Prozent der Deutschen seine Leistungen positiv“ argumentiert Ströbele. Die Deutschen hätten erkannt, dass Snowden etwas für die Sicherung der Freiheit geleistet habe. Wenn er wolle, so Ströbele, habe er Kontakt zu Snowden.

„Snowden ist US-Patriot“

Ströbele ist sich sicher, dass Snowden sich sehr über die Ehrungen freue. „Für ihn sind diese Auszeichnungen wichtig – auch für seine Stellung in den USA“, sagte der Grüne. Eine Ehrung von der FU mache auch auf der anderen Seite des Atlantiks Eindruck. „Snowden ist US-Patriot und ich hoffe, dass diese Ehrungen seiner Sache nutzen und er bald wieder eine normale Existenz führen kann.“

Zudem hofft Ströbele, „dass die Ehrung der ehrwürdigen Universität Rostock Eindruck auf die Kanzlerin macht“. Angela Merkels Wahlkreis sei schließlich in Mecklenburg-Vorpommern. „Vielleicht sieht sie Snowden bald in einem anderen Licht.“

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