Jemen

Drohne tötet 15 Al-Qaida-Kämpfer - auch Zivilisten getroffen

Erneut ist es im Jemen zu einem der umstrittenen Drohnenangriffe gekommen. Bei der Attacke gegen Al-Qida-Kämpfer starben auch drei Zivilisten. Sie waren mit einem Auto vorbeigefahren.

Foto: DB US Air Force Ferguson / dpa

Bei einem Drohnenangriff im Jemen sind am Samstag 18 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 15 mutmaßliche Kämpfer der Terrornetzwerks Al Qaida sowie drei Zivilisten, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. Die islamistischen Kämpfer waren nach Angaben von Augenzeugen in der zentralen Provinz Baida unterwegs, als ihr Fahrzeug von dem unbemannten Flugzeug beschossen wurden. Die drei Zivilisten fuhren mit einem anderen Auto vorbei.

Ausschließlich die USA verfügen in dieser Region über Drohnen. Im vergangenen Jahr wurden im Jemen mehrere Dutzend mutmaßliche Mitglieder der Extremistengruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) durch derartige Drohnenangriffe getötet.

„Ernsthafte Bedenken“ von UN-Experten

Die Drohnenangriffe sind höchst umstritten, weil dabei immer wieder unbeteiligte Zivilisten zu Tode kommen. Im Dezember 2013 waren bei einem Angriff auf zwei Hochzeitsgesellschaften, der eigentlich dem Fahrzeug eines Al-Qaida-Anführers galt, 16 Zivilisten getötet worden. Kurz darauf hatte Jemens Parlament den USA die Drohnenangriffe verboten, auch Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen äußerten „ernsthafte Bedenken“. Jemens Übergangspräsident Abd Rabbo Mansur Hadi verteidigte die Angriffe zuletzt aber noch als hilfreich im Kampf gegen Al Qaida.