Rauchen

Keine Schock-Fotos auf deutschen Zigarettenschachteln

Wenn es nach den Brüsseler Bürokraten geht, sollen in Zukunft alle Zigarettenschachteln mit abschreckenden Bildern affichiert werden. Der Bundesregierung geht das eindeutig zu weit.

Foto: FABRIZIO BENSCH / REUTERS

In Deutschland soll es nach Informationen der „Bild am Sonntag“ keine Schock-Fotos auf Zigarettenschachteln geben.

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition wolle Änderungen bei der entsprechenden Tabakrichtlinie der EU-Kommission durchsetzen, die die europaweite Einführung solcher Ekel-Bilder zur Abschreckung vorsieht, schreibt das Blatt.

Bundesregierung will selbst entscheiden

Die Bundesregierung wolle, dass jedes EU-Land selbst entscheiden kann, ob die Schock-Fotos, etwa von Raucherlungen, auf Schachteln abgebildet werden müssen.

Federführendes Ressort ist das Verbraucherschutzministerium von Ilse Aigner. Die CSU-Politikerin will die Zahl der Raucher reduzieren, bezweifelt aber, dass größere Warnhinweise oder Fotos von Raucherkrankheiten den Tabakkonsum tatsächlich einschränken.

Ein Ministeriumssprecher sagte der Zeitung: „Bisher sind diese Maßnahmen umstritten, deshalb ist es jetzt an der EU-Kommission, die Wirksamkeit neuer Warnhinweise zu untermauern.“