Alexander Dobrindt

Griechenland soll seine Beamten in Drachmen bezahlen

Alexander Dobrindt hat eine ganz eigene Idee, wie die griechische Regierung das wirtschaftliche Wachstum ihres Landes steigern könnte.

Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) rechnet damit, dass im weiteren Verlauf der Euro-Krise mehrere Länder die Währungsunion verlassen werden. „In einigen Fällen mehren sich bei mir die Zweifel, ob alle Länder in der Eurozone gehalten werden können“, sagte Steinbrück der „Bild am Sonntag“. „Ich kann nicht erkennen, dass einige Länder, die Lücke ihrer Wettbewerbsfähigkeit schließen können.“ Konkrete Staaten wollte der SPD-Politiker aber nicht nennen. Auch äußerte er sich überzeugt, dass der Euro grundsätzlich fortbestehen werde.

Mit Blick auf die Lage der Banken forderte Steinbrück dazu auf, mehr Geldinstitute pleite gehen zu lassen: „Nach meiner Überzeugung spricht rein nichts dagegen, nicht nur spanische Banken zu Lasten ihrer Aktionäre und Gläubiger zu restrukturieren oder gar abzuwickeln.“ Erforderlich sei dafür ein europäisches Banken-Insolvenzrecht. Am Freitag hatten die Euro-Finanzminister Hilfskredite für Spaniens angeschlagene Banken von bis zu hundert Milliarden Euro beschlossen. Zuvor hatte auch der Bundestag dem zugestimmt.

Für ein schrittweises Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone warb erneut CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. „Der griechische Staat sollte jetzt damit anfangen, die Hälfte seiner Beamtengehälter, Renten und sonstigen Ausgaben in Drachmen auszuzahlen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Ein solcher „sanfter Weg“ zurück zur alten Währung sei für Griechenland besser als ein harter Schnitt. „Die Drachme als Parallelwährung würde die Chance eröffnen, wirtschaftliches Wachstum zu entfalten“, argumentierte der CSU-Politiker.