Deutschlandtrend

Merkel im Umfragehoch - Höchste Zustimmung seit 2009

Die Deutschen vertrauen in der Euro-Krise der Kanzlerin. Sie hat nun eine Zweidrittel-Mehrheit bei der Zufriedenheit. Die FDP verliert.

Foto: DAPD

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewinnt im Vergleich zum Vormonat deutlich an Zustimmung der Bevölkerung hinzu und belegt damit den ersten Platz der Liste der abgefragten Parteipolitiker. Mit ihrer Arbeit sind 66 Prozent der Deutschen zufrieden (+8 im Vergleich zum Vormonat), wie der ARD-Deutschlandtrend in einer Umfrage herausfand. Dies ist der beste Wert für Merkel seit Dezember 2009. Auf Platz zwei folgt Verteidigungsminister Thomas de Maizière, mit dessen Arbeit 62 Prozent der Deutschen zufrieden sind.

Platz drei teilen sich mit jeweils 61 Prozent Zustimmung SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Wolfgang Schäuble. Den fünften Platz belegt NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, gefolgt vom SPD-Politiker Peer Steinbrück, mit dessen Arbeit 55 Prozent der Deutschen zufrieden sind. Schlusslicht der abgefragten Politiker ist weiterhin FDP-Chef Philipp Rösler.

Deutsche rechnen noch mit dem Schlimmsten

Eine Mehrheit der Deutschen von 58 Prozent ist der Ansicht, „Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Euro-Krise richtig und entschlossen gehandelt“. Allerdings geht der größte Teil der deutschen Bevölkerung davon aus, dass das Schlimmste in der Krise noch bevorsteht. Dieser Ansicht sind 85 Prozent.

Sollten mehr nationale Kompetenzen an die EU abgegeben werden, finden 71 Prozent eine Volksabstimmung angebracht. Dann würden 39 Prozent dafür stimmen. 55 Prozent vertreten jedoch die Ansicht, dass die Haushaltspolitik und Haushaltskontrolle wie bisher in der Hoheit der Länder stehen sollte.

FDP wäre raus aus dem Bundestag

Von Merkels Popularität kann die Union profitieren. Sie legt einen Punkt zu und kommt auf 35 Prozent. Dagegen würde der Koalitionspartner FDP laut Umfrage nicht wieder in den Bundestag einziehen. Die Liberalen verlieren Vergleich zum Juni einen Punkt und kommen auf nur noch vier Prozent.

Die Linkspartei müsste dagegen nicht mehr um ihren Wiedereinzug in den Bundestag bangen. Sie gewinnt zwei Punkte auf sieben Prozent. Im Vormonat war sie noch auf den schlechtesten Wert seit ihrer Gründung 2007 gefallen. Ebenfalls sieben Prozent verzeichnet die Piratenpartei, ein Minus von zwei Punkten. Die SPD verharrt bei 30 Prozent. Auch die Grünen gewinnen einen Punkt und erreichen 14 Prozent.

Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap befragte von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.504 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch.