Massaker-Bericht

Syrien verlässt Sitzung des UN-Menschenrechtsrats

Botschafter Hamui hat nach kritischem Bericht der UN-Ermittler über das Massaker in Hula die "Politisierung" der Sitzung bemängelt.

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Aus Protest gegen Kritik hat Syrien eine Sitzung des UN-Menschenrechtsrats verlassen. Zuvor hatten UN-Ermittler vor dem Gremium am Mittwoch einen Bericht über das Massaker in Hula vorgelegt, bei dem im Mai 108 Zivilisten getötet worden waren. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass vermutlich regierungstreue Truppen für die Toten verantwortlich waren.

Er werde nicht an einer Sitzung teilnehmen, die „unverhohlen politisiert“ werde, sagte Syriens UN-Botschafter Faisal Chabbas Hamui und verließ den Saal. In ihrem Bericht sprechen die UN-Ermittler von einer dramatischen Eskalation der Gewalt in Syrien und kritisieren andauernde Menschenrechtsverbrechen. Die Kämpfe in Syrien nähmen „Züge eines nicht internationalen bewaffneten Konflikts“ an.