Nord-Waziristan

Erneut 15 Tote bei US-Drohnenangriff in Pakistan

Bereits zum siebten Mal innerhalb von zwei Wochen haben die USA Drohnenangriffe im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan geflogen.

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Die USA haben erneut mutmaßliche Aufständische in den pakistanischen Stammesgebieten mit Drohnen angegriffen. Mindestens 15 Menschen seien bei dem nächtlichen Angriff auf eine Basis der radikalislamischen Kämpfer in Nord-Waziristan getötet worden, teilten pakistanische Sicherheitsvertreter am Montag mit. Die unbemannten Flugzeuge hätten im Stammesgebiet Nord-Waziristan ein mutmaßliches Extremistenversteck und ein Fahrzeug mit Raketen beschossen, sagte ein Geheimdienstmitarbeiter, der anonym bleiben wollte. Anwohner hätten 15 Leichen aus den Trümmern des Gebäudes und aus dem Wrack geborgen. Berichte, wobei auch ausländische Kämpfer unter den Toten waren, konnten sie zunächst nicht bestätigen.

Seit dem NATO-Gipfel zu Afghanistan im vergangenen Monat in Chicago haben die USA ihre Angriffe mit unbemannten Drohnen im pakistanischen Grenzgebiet verstärkt. Bereits am Sonntag wurden bei Luftangriffen in Süd-Waziristan fünf mutmaßliche Aufständische getötet, darunter ein Kommandeur. Am Vortag berichteten pakistanische Sicherheitskräfte von mindestens drei Toten. Der jüngste Angriff war bereits der siebte innerhalb von zwei Wochen.

Nord-Waziristan gehört zu den Stammesgebieten entlang der Grenze zu Afghanistan und ist ein Rückzugsgebiet des Terrornetzwerks Al-Qaida sowie der Taliban. Die halbautonomen Stammesgebiete liegen in der unzugänglichen Bergregion entlang der afghanischen Grenze. Die pakistanischen Behörden haben dort traditionell wenig Einfluss. Nach Auffassung der USA nutzen Taliban und El Kaida die Grenzregion als Rückzugsgebiet, um von dort aus Angriffe in Afghanistan zu starten.