Griechenland

Konservative und Sozialisten suchen einen Partner

Die Koalitionsverhandlungen in Athen gehen in die dritte Runde. Konservative und Sozialisten wollen regieren, können das aber nicht allein.

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Die griechischen Konservativen sind bereit, an einer Koalitionsregierung teilzunehmen. Das wurde am Freitag nach einem Gespräch ihres Vorsitzenden Antonis Samaras mit dem Sozialistenchef Evangelos Venizelos mitgeteilt.

Im dritten Anlauf zur Bildung einer Regierung in Griechenland kamen die Parteivorsitzenden der Sozialisten und der Konservativen zu Koalitionsgesprächen zusammen. Das Gespräch dauerte etwa 20 Minuten.

Auch wenn die beiden Parteien sich nun einig sind, ist die Regierungskrise damit noch nicht gelöst. Beide verfügen im Parlament über keine Mehrheit und brauchen einen dritten Partner.

Am Vorabend hatten sich die Sozialisten mit der gemäßigten kleinen Partei Demokratische Linke (Dimar) verständigt, auf eine breite Koalition zur Lösung der Krise hinzuarbeiten. Doch am Freitagmittag kam die Absage: Die Demokratische Linke in Griechenland werde sich nicht an einer Koalition mit der sozialistischen Pasok und der konservativen Neuen Demokratie beteiligen, sagte der Parteivorsitzende Fotis Kouvelis .

Der Vorsitzende der Radikalen Linken, Alexis Tsipras von der Linkspartei Syriza, hatte seine Kooperation bereits ausgeschlossen, sollte die künftige Regierung an dem strengen Sparprogramm festhalten.

Ein ursprünglich für die Mittagszeit geplantes Treffen von Venizelos mit dem Chef der Linksradikalen wurde auf den Abend verlegt.