Anschlagsserie

Ukraine zeigt Phantombilder mutmaßlicher Täter

Nach der Anschlagsserie in Dnjepropetrowsk sucht der Geheimdienst nach drei Männern. Ausgesetzt wurde zudem eine hohe Belohnung.

Foto: DPA

Zwei Tage nach einer Bombenserie mit 30 Verletzten in der ukrainischen Stadt Dnjepropetrowsk hat der Inlandsgeheimdienst SBU Phantombilder von drei mutmaßlichen Tätern veröffentlicht. Den zwischen 30 und 45 Jahre alten Männern drohe eine Anklage wegen eines terroristischen Anschlags, sagte ein SBU-Sprecher am Sonntag nach Angaben örtlicher Medien in Kiew. Er teilte zunächst nicht mit, ob die Bilder aufgrund von Augenzeugenberichten oder aufgrund von Aufzeichnungen der Überwachungskameras in der Nähe der Tatorte entstanden.

Auch über die Hintergründe der Explosionen vom vergangenen Freitag im Co-Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft herrschte weiter offiziell Unklarheit. Ein ranghoher SBU-Mitarbeiter hatte am Vortag gesagt, er gehe „eher von einem kriminellen als von einem politischen“ Motiv aus. Dnjepropetrowsk ist die Heimatstadt der ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko, deren Inhaftierung international für Empörung sorgt.

Die Behörden der Ex-Sowjetrepublik haben umgerechnet 200.000 Euro für Hinweise angeboten, die zur Ergreifung der Täter führen. Den Männern drohen Medienangaben zufolge bis zu zwölf Jahre Haft.