Neuregelung

Union will Schönheits-OPs nur für Volljährige

CDU und CSU nehmen einen neuen Anlauf, Schönheitsoperationen an Minderjährigen zu verbieten, solange sie medizinisch nicht notwendig sind.

Foto: AFP

Die Union will einem Pressebericht zufolge einen neuen Anlauf für ein Verbot von Schönheitsoperationen bei Minderjährigen unternehmen. Die Neuregelung solle in das neue Patientenrechtegesetz aufgenommen werden, das die Regierung derzeit vorbereitet, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in einer Vorabmitteilung aus ihrer Donnerstagsausgabe unter Berufung auf einen Beschlussentwurf der Gesundheitspolitiker der Union. Dieser solle bei einer Klausurtagung am Freitag verabschiedet werden.

Nach Angaben der Zeitung würden unter das Verbot etwa Brustvergrößerungen fallen, nicht aber Piercings. In dem Text wird die Vereinigung Deutscher Plastischer Chirurgen zitiert, nach deren Angaben zehn Prozent aller schönheitschirurgischen Eingriffe an Patienten unter 20 Jahren vorgenommen würden. „Selbst bei einer ordnungsgemäßen Aufklärung ist nicht sichergestellt, dass sich der Jugendliche der Reichweite seines Entschlusses bewusst ist“, heißt es in dem Entwurf.

Millionenschweren Entschädigungsfonds

Zudem soll laut „FAZ“ die nicht geschützte Bezeichnung „Schönheitschirurgie“ klar definiert und geschützt werden. So könnten Verbraucher vor unqualifizierter Behandlung bewahrt werden. Die Gesundheitspolitiker von CDU und CSU wollen auf der Klausurtagung demnach außerdem die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für Opfer sogenannter ärztlicher Kunstfehler fordern. So solle sichergestellt werden, dass schwer Geschädigte nicht das Ende von Gerichtsverfahren abwarten müssen, bevor sie Schadensersatz bekommen.

Die Gesundheitspolitiker von CDU und CSU wollen auf der Klausurtagung ferner die Einrichtung eines millionenschweren Entschädigungsfonds für jene Patienten fordern, die Opfer ärztlicher „Kunstfehler“ geworden sind. So solle sichergestellt werden, dass schwer Geschädigte nicht das Ende von Gerichtsverfahren abwarten müssten, bevor sie Schadensersatz bekämen, berichtet die F.A.Z.