Unha-3

Nordkorea betankt Langstreckenrakete für Start

Nordkorea lässt sich nicht bremsen und treibt den umstrittenen Start einer Langstreckenrakete weiter voran.

Nordkorea hat mit der Betankung der Trägerrakete begonnen, die einen Satelliten ins All bringen soll. Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch aus Pjöngjang berichtete, seien alle Vorbereitungen für den Start getroffen. Der Direktor des Raumkontrollzentrums 20 Kilometer nordwestlich von Pjöngjang, Paek Chung Hou, habe Journalisten bei einem Besuch der Einrichtung mitgeteilt, dass der Satellit bereits in der Rakete sei. Die Rakete werde mit Treibstoff betankt.

„Wir sind sicher, dass wir erfolgreich ein werden“, sagte der Direktor des Kontrollzentrums laut Xinhua. Nach bisherigen Angaben soll der Start zwischen Donnerstag und Montag erfolgen, um den 100. Geburtstag des Staatsgründers und „ewigen Präsidenten“ Kim Il Sung zu begehen.

Nordkorea wird verdächtigt, mit dem erneuten Satellitenstart den Test einer Interkontinentalrakete zu verschleiern, die einen atomaren Sprengkopf tragen könnte. China, die USA, Südkorea, Japan und andere Länder haben sich beunruhigt über die Pläne gezeigt. Weltraumraketen und ballistische Militärraketen beruhen auf derselben Technologie.

US-Kommandeur kritisiert geplanten Raketenstart in Nordkorea

Der Kommandeur der US-Streitkräfte im Pazifikraum hat den geplanten Raketenstart Nordkoreas unterdessen als „hochgradig provokativ“ bezeichnet. Der Start einer Langstreckenrakete verletze UN-Resolutionen und die internationalen Verpflichtungen Pjöngjangs, sagte Admiral Samuel Locklear am Mittwoch in Japan. „Das Ereignis bedroht die regionale Sicherheit“, sagte der Kommandeur weiter. Nach Angaben Nordkoreas soll die Rakete einen Satelliten ins All befördern. Der Westen und Südkorea befürchten allerdings, es könnte sich um einen militärischen Test handeln. Der Start wird für den Zeitraum zwischen Donnerstag und Montag erwartet.