Schulleiterkongress

Viel Stress und zu wenig Geld für Rektoren

Foto: dpa / dpa/DPA

Schulrektoren sind "hochbelastet und unterbezahlt" und der Lehrermangel ist bedrohlich. Zu diesen Ergebnissen kommt der Schulleiterkongress.

Zahlreiche unbesetzte Stellen von Schulleitern belegen nach Ansicht des Lehrerverbandes VBE die ungenügende Ausstattung der Posten. In Nordrhein-Westfalen seien derzeit 565 Schulleiterstellen frei, berichtete der Verband Bildung und Erziehung (VBE) am Freitag in Düsseldorf. "Hochbelastet und unterbezahlt“ sei die Situation der Schulleiter, sagte der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann.

Derzeit fehle es Rektoren an Zeit und Unterstützung sowie an einer qualifizierten Vorbereitung auf ihre Aufgaben, kritisierte Beckmann am Freitag in Düsseldorf zum Auftakt des 1. Deutschen Schulleiterkongresses.

Laut dem VBE-Bundesvorsitzenden fehlen allein an den 3.120 Grundschulen in NRW aktuell 333 Rektoren und rund 500 Konrektoren. Es dürfe nicht passieren, dass die Schulleiterposten „zu verwaisen“ drohen, erklärte er.

Rektor verdient 500 Euro mehr als ein normaler Lehrer

Der Rektor einer Grundschule verdiene im Schnitt 3700 Euro brutto, etwa 500 Euro mehr als ein normaler Lehrer. "Das ist nicht attraktiv genug, deshalb gibt es so viele unbesetzte Stellen“, sagte Beckmann und verwies auf die stetig gewachsenen Aufgaben der Rektoren.

Der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann fordert bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer und mehr Entlastungen für Schulleiter.

Bedrohlicher Lehrermangel

Der bereits in einigen Fächern bedrohliche Lehrermangel werde sich wegen der demografischen Entwicklung weiter verschärfen, warnte er. Schulleiter hätten darauf nur begrenzt Einfluss. Diese benötigten Entlastungen für die Leitung sowie eine bessere Bezahlung.

Der VBE veranstaltet bis Samstag in Düsseldorf erstmals einen Kongress für Schulleiter. Die 1200 Teilnehmer aus allen Bundesländern und aus allen Schulformen drücken dann gewissermaßen selbst die Schulbank. Referate behandeln Themen wie Management, Unterrichtsentwicklung und Qualitätssicherung, aber auch das Werben von Sponsoren. Der VBE ist nach eigenen Angaben die zweitgrößte Lehrerorganisation bundesweit.

( epd/dpa/lnw/cho )

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