Tarifstreit

Erneut Warnstreiks in NRW für Mittwoch geplant

Foto: dpa / dpa/DPA

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat Verdi erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Am kommenden Mittwoch sollen Busse und Bahnen ruhen.

Im öffentlichen Nahverkehr und anderen kommunalen Betrieben in Nordrhein-Westfalen kommt es nächste Woche Mittwoch (21.3.) erneut zu massiven Warnstreiks. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rief am Freitag ihre Mitglieder in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes zu Arbeitsniederlegungen auf.

Schwerpunkt sei wieder der kommunale Personennahverkehr mit einem ganztägigen Warnstreik. Dort werde der Verkehr in den Ballungsgebieten Köln, Düsseldorf und des Ruhrgebietes weitgehend zum Erliegen kommen, hieß es. Betroffen seien außerdem städtische Kitas, die Müllabfuhr, Sparkassen sowie kommunale Krankenhäuser und Altenheime.

Verdi-Chef Bsirske spricht in Köln

"Die Trickserei der Arbeitgeber, die uns 1,77 Prozent pro Jahr als 3,3 Prozent unterschieben wollen, ist unerträglich“, erklärte der stellvertretende Verdi-Landesvorsitzende, Uli Dettmann. Die Beschäftigen müssten deshalb die "Warnstufe zwei zünden“ und die Streiks ausweiten.

Verdi kündigte für den Mittwoch außerdem regionale Kundgebungen in Köln, Dortmund, Duisburg und Bielefeld mit mehreren zehntausend Teilnehmern an. In Köln werde Verdi-Chef Frank Bsirske zu den Demonstranten sprechen.

55.000 Beschäftigte in NRW unterstützen ersten Warnstreik

Am ersten Warnstreik vor gut einer Woche hatten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 55.000 Beschäftigte in NRW beteiligt. Etwa 577.000 Menschen sind in dem Bundesland vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst betroffen.

Für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen insgesamt fordert Verdi Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent. Außerdem sollen Ausgebildete unbefristet übernommen und die Ausbildungsvergütung angehoben werden.

( dpa/lnw/cho )

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