Beleidigung Westerwelles

Lukaschenko ist "lieber Diktator als schwul"

Nach Verhängung neuer EU-Sanktionen hat sich der autoritär regierende weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko erstmals selbst als Diktator bezeichnet und Bundesaußenminister Guido Westerwelle beleidigt.

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Nach neuen EU-Sanktionen gegen Weißrussland hat Präsident Alexander Lukaschenko Bundesaußenminister Westerwelle verbal angegriffen. „Wer auch immer laut von Diktatur geschrien hat“, sagte Lukaschenko am Sonntag der Nachrichtenagentur Belta zufolge an die Adresse Westerwelles. „Ich habe gedacht: Es ist besser, ein Diktator zu sein als schwul.“ Westerwelle hatte Lukaschenko vor kurzem als letzten Diktator Europas bezeichnet. Die Formulierung haben auch schon andere westliche Politiker und Vertreter von Menschenrechtsgruppen benutzt.

Lukaschenko ist seit 1994 an der Macht und regiert die ehemalige Sowjetrepublik mit harter Hand. Mehrfach hat er Proteste der Opposition gewaltsam niederschlagen lassen. Die EU hat Ende Februar ein Einreiseverbot für weißrussische Richter und Polizisten verhängt. Danach zogen die EU-Länder ihre Botschafter in einer gemeinsamen Aktion aus Minsk ab.