Rechtsextreme Kandidatin

Marine Le Pen fehlen noch fast 50 Unterschriften

Die französische Präsidentschaftsbewerberin Marine le Pen bangt um ihre Kandidatur: Um überhaupt antreten zu dürfen, braucht sie noch einige Wahlpaten.

Gut zwei Wochen vor Ablauf der Frist fehlen der französischen Rechtsradikalen Marine Le Pen noch fast 50 Unterschriften von Unterstützern, um bei der Präsidentschaftswahl kandidieren zu können.

„Ich habe jetzt 452 Unterstützer, mir fehlen 48, das ist viel“, sagte die Vorsitzende der rechtsextremen Front National (FN) am Donnerstagabend dem Fernsehsender France 2. Sie appellierte an die „mutigen Bürgermeister“, ihr die für die Kandidatur noch fehlenden knapp 50 Unterschriften zu geben.

Sie müsse nun „nicht nur mein Schicksal, sondern auch das Schicksal der französischen Demokratie“ einer Handvoll Frauen und Männern anvertrauen, sagte Le Pen. Jeder Bewerber um das Präsidentenamt in Frankreich muss bis zum 16. März mindestens 500 Unterschriften von Unterstützern vorlegen, um zur Wahl zugelassen zu werden.

Le Pen will den Franc zurück

Ähnlich wie die Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl sollen die so genannten Wahlpaten verhindern, dass es zu viele Kandidaten für Frankreichs höchstes Staatsamt gibt.

In der vergangenen Woche hatte der Verfassungsrat in Paris entschieden, dass die Unterstützung von Präsidentschaftskandidaten weiterhin öffentlich erfolgen muss. Le Pen hatte vergeblich versucht, diese Regelung zu kippen. Die Tochter des FN-Gründers Jean-Marie Le Pen will in Frankreich den Franc wieder einführen und die europäischen Verträge neu verhandeln.

In Umfragen zur Präsidentschaftswahl liegt die Chefin der ausländerfeindlichen Partei derzeit bei etwa 17 Prozent. Favorit in den Umfragen ist der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande, der den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy schlagen will. Gewählt wird am 22. April und 6. Mai.