Tarifkonflikt

Im öffentlichen Dienst kommt es zu Warnstreiks

Die Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen haben bundesweite Warnstreiks in der kommenden Woche angekündigt. Sie reagieren damit auf eine erste ergebnislose Tarifrunde.

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Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Ver.di Warnstreiks ab kommender Woche angekündigt. Ver.di-Chef Frank Bsirske begründete dies am Donnerstag in Potsdam damit, dass die Arbeitgeber beim Gesprächsauftakt kein Angebot vorgelegt hätten. Die Warnstreiks könnten alle Bundesländer erfassen, auch Kindertagesstätten seien nicht ausgeschlossen.

Die Tarifverhandlungen wurden auf den 12. März 2012 vertagt. Ver.di und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb fordern 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro, für die rund zwei Millionen Beschäftigten beim Bund und bei den Kommunen.

„Wir sind enttäuscht“, sagte der Ver.di-Vorsitzende Bsirske nach der ergebnislosen ersten Tarifrunde. Die Arbeitgeber hätten sich geweigert, ein Angebot zu unterbreiten. „Die Antwort wird aus den Betrieben kommen“, sagte er. Der Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber, Thomas Böhle, sagte: „Wir hätten gerne ein Angebot unterbreitet. Aber ein verhandlungsfähiges Angebot setzt eine verhandlungsfähige Forderung voraus.“ Davon könne aber beim besten Willen keine Rede sein. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bezeichnete die Forderungen der Gewerkschaften als unrealistisch und unverständlich.