Sprengsätze in Indien und Georgien

Israelische Diplomaten bei Anschlag verletzt

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Foto: AFP

Bei einem Bombenanschlag auf ein israelisches Diplomatenfahrzeug in Indien sind vier Menschen verletzt worden. Bei der Detonation erlitten die Frau eines israelischen Diplomaten sowie drei weitere Menschen Verletzungen. Israel vermutet die libanesische Hisbollah-Miliz als Drahtzieher.

Bei einem Bombenanschlag auf ein israelisches Diplomatenfahrzeug in Indien sind am Montag vier Menschen verletzt worden. Bei dem Anschlag erlitten die Frau eines israelischen Diplomaten sowie drei weitere Menschen Verletzungen, wie israelische und indische Medien berichteten. Wie das Außenministerium in Jerusalem mitteilte, detonierte der Sprengsatz am Montagnachmittag in der Nähe der Botschaft in Neu-Delhi. Ein weiterer Anschlag auf israelische Diplomaten in Georgien konnte den Angaben zufolge rechtzeitig verhindert werden.

Die genauen Umstände des Anschlags in Indien würden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden ermittelt. Zu der Schwere der Verwundungen wurden zunächst keine Angaben gemacht. Fernsehbilder zeigten einen stark zerstörten Kleinbus mit blauem Diplomatenkennzeichen.

Bei dem vereitelten Anschlag in der georgischen Hauptstadt Tiflis hatten Unbekannte nach Angaben der örtlichen Behörden einen Sprengsatz an den Wagen eines Fahrers der israelischen Botschaft angebracht. Dieser habe die Vorrichtung aber rechtzeitig entdeckt und die Polizei alarmiert. Die Beamten fanden nach eigenen Angaben eine Granate, die entschärft werden konnte. Das Fahrzeug habe etwa 200 Meter von der Botschaft entfernt geparkt.

Der israelische Rundfunk meldete, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe der libanesischen Hisbollah-Miliz sowie dem Iran vorgeworfen, für die Anschläge verantwortlich zu sein. Außenminister Avigdor Lieberman sagte: „Wir können identifizieren, wer hinter den Anschlägen steht.“ Man werde Angriffe auf israelische Staatsbürger nicht tolerieren, warnte er.

Die Anschläge hängen möglicherweise mit dem vierten Jahrestag der Israel angelasteten Tötung eins libanesischen Hisbollah-Führers zusammen. Imad Mughinjeh war am 12. Februar 2008 in Damaskus bei der Explosion einer Autobombe getötet worden. Die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Bewegung macht Israel für Mughinjehs Tod verantwortlich und hat Rache geschworen. Israel hatte seine Auslandsvertretungen wegen des Jahrestages in Alarmbereitschaft versetzt.

( dpa/dapd/rtr/bee )

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